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Indonesien Bali VulkanDer Mann im Bemo, im Kleinbus? Er lächelt. Klar, gerade hat er den Harga Turis, den überhöhten Touristenpreis, abgezockt, kocht es in meinem mitteleuropäischen Innern hoch. Doch, halt! Lächeln! Im Bemo wird man ganz schön mitgenommen, hin- und hergeschleudert, durcheinandergewürfelt auf Seitenbänken in kleinen VW-Bussen, in die schon mal sechzehn Personen passen müssen. Alle grienen. Oder lächeln sie? Lächeln ist einfach die einzige Gefühlsäußerung, denke ich mir. Wie es drinnen aussieht, ist eine ganz andere Sache.

Nicht nur das Lächeln, alles, was Balinesen haben oder tun oder benennen, geschieht auf tausenderlei Weise: Bali ist Reisland. Der Reis hier hat viele Namen, vielleicht so viele wie der Schnee auf Grönland. Padi ist der noch nicht abgeerntete Reis und Nasi der, der auf den Tisch kommt, gekocht. Dewi Sri schließlich ist die Reisgöttin. Brem heißt der Reiswein und Bambusaquädukte führen zu den nicht enden wollenden Reisterrassen, die Himmelstreppen genannt werden, denn der Reis ist ein Geschenk der Götter.

Die Affen stehlen

Auch Paläste gibt es sicher Tausende. Im Puri Pementan, einem Palast, der heute ein Hotel beherbergt, lebt die angestaubte Welt weiter: ein ausgestopfter Tiger, verschieden große Gongs, Kampfhähne in Käfigen, hinterm Plüschsofa plätschert ein Wasserfall.

Indonesien Bali Kunsthandwerk

Niemand beachtet mich. Kein: „Hello!“, kein „Come in my shop!“, kein „What you want, madame?“. Nichts. Ein staatliches Hotel. Eben fährt ein Jeep zur Ausfahrt hinaus. Angestaubt oder nicht. Bali lebt weiter.

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