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Der höchste aktive Vulkan der Erde

Wenige Kilometer entfernt wartet jedoch eine der größten Attraktionen Ecuadors, der Cotopaxi. Er ist 5.897 Meter hoch, der höchste aktive Vulkan der Erde. Diese Vulkanriesen haben eine seltsam magische Anziehungskraft, immer stärker, je näher man ihnen kommt. Am bewachten Parkeingang blättert der ausländische Besucher zehn US-Dollar hin. Dann führt eine staubige Straße bergauf zum vulkanischen Abenteuer. Die Luft wird dünner, der Wind schärfer. Der Kegel ist halb verschleiert. Doch er ist da, bedrohlich und schön. Um die Schneekuppe liegt eine Wolkenwand. Plötzlich reißt sie auf, und dann steht er da, der „sanfte Nacken des Mondes“, sagenhaft majestätisch.

Ecuador Quito Cotopaxi aus der Ferne
Der Cotopaxi aus der Ferne ...

Seit 1975 schützt ein Nationalpark den Cotopaxi auf einer Fläche von 33.000 Hektar. Vor dem Feuerspeier, der seit 1738 mehr als fünfzig mal ausgebrochen ist und zuletzt im Jahr 2003 deutliche Erwärmung zeigte, schützt nur ein gutes Frühwarnsystem. Doch das schreckt nicht ab. Jenseits der Baumgrenze bei etwa 3.800 Metern parken schon zwei Busse und Jeeps an der Laguna Limpiopungo, einem See mit Rundwanderweg, der als eine Art vulkanischen Freiluftmuseums fungiert. Windig-kalt ist es, spärlich der Pflanzenwuchs. Unter dem Vulkan grasen ein paar Büffel, eine Herde flinker Lamas flüchtet vor den Ankömmlingen. Nach tausend Meter, bei der Schutzhütte für Bergsteiger, verabschiedet sich die Vegetation. Dann herrschen nur noch Asche und Geröll.

Ecuador Quito Cotopaxi aus der Nähe
... und aus der Nähe

Der Cotopaxi liegt an der „Straße der Vulkane“, wie Alexander von Humboldt diese zwischen den Kordilleren über mehrere hundert Kilometer durch die Anden verlaufende Senke taufte. Vom Cayambe im Norden zum Sangay im Süden führt heute der gut befahrbare Panamericana-Highway mitten durch zwei Vulkanreihen, so dass sich bei klarer Sicht spektakuläre Bilder bieten. 52 Vulkane besitzt Ecuador, allein zehn Fünftausender mit ewigem Schnee. Achtzehn gelten als aktiv. Andere sind erloschen, wie der Chimborazo, der mit 6.310 Metern hier der höchste ist. Die Aktiven tragen Mitschuld, dass von der Hochkultur der Inka in Ecuador kaum noch etwas zu sehen ist.



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