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Ausstellungsorte in Leipzig: Musikinstrumentenmuseum / Museum der Bildenden Künste / Stadtgeschichtliches Museum / Zum Arabischen Coffe Baum / Zeitgeschichtliches Forum / Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig / Grassimuseum

Leipzig
Grassimuseum
Museum für angewandte Kunst

Die Essenz der Dinge
bis 16. September 2012


Ausstellungen 2012

Bringen wirtschaftlich härtere Bedingungen automatisch auch ökonomischere und langlebigere Produkte hervor? In dieser gegenwärtig geführten Diskussion werden ebenso Darwinistische Modelle nach dem Schema ‚Survival of the Fittest' sowie auch Design-Ikonen aus vergangenen, krisengeschüttelten Zeiten als Argumente aufgeführt. Beim näheren Betrachten des Themas hinken diese Vergleiche jedoch meistens, denn unter wechselnden Vorzeichen war die moderne Gestaltung, insbesondere Industriedesign, seit jeher um Effizienz und eine Reduktion der formalen und funktionalen Mittel bemüht. Die Rationalität der maschinellen Produktion selbst legt bereits eine reduzierte Formsprache nahe, wichtige Impulse in diese Richtung kamen und kommen aber auch aus anderen Bereichen wie der japanischen Ästhetik und dem Dialog des Designs mit der abstrakten Kunst.

lautsprecher

Lautsprecher, (anonym) Philips Eindhoven, 1926, © Vitra Design Museum; Foto: Andreas Sütterlin

 

Das Vitra Design Museum geht diesen Bedingungen und Einflüssen in seiner neuen Ausstellung nach und präsentiert die hohe Kunst der Reduktion als Quintessenz der Gestaltung. In zwölf Kapiteln, gruppiert unter den Oberbegriffen Herstellung, Funktion, Ästhetik und Ethik, werden Motive und Strategien vorgestellt, denen das Design auf seiner Suche nach Effizienz folgt. Dass sich das Vitra Design Museum auf Tendenzen im Möbeldesign konzentriert – aber keineswegs beschränkt – erweist sich dabei als entscheidender Vorteil, da das Möbel als Stellvertreter von Alltagskultur und unserer Haltung zur Welt diesem komplexen Thema besonders anschauliche Argumente liefert. Um einen Einstieg in die Materie zu geben, zeigt das Museum in einem Prolog zunächst eine überraschende Auswahl an Alltagsgegenständen. Der Überblick reicht vom vorgeschichtlichen Faustkeil über Multipack-Ringe für Getränkedosen und einen geschliffenen Diamanten bis hin zum Smartphone. Ebenso Objekte aus der Sammlung des Schweizer Designers Franco Clivio dokumentieren geradezu ein universelles Streben nach einfachsten Lösungen.

 

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Tee Service, Wilhelm Wagenfeld, 1930–1934, © VG Bild-Kunst, 2010; Foto: Andreas Sütterlin

Berichterstattung folgt!

 

Ausstellungen 2012

Jugendstil bis Gegenwart

Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst eröffnete am 4. März 2012 den dritten und damit letzten Teil seiner neuen Ständigen Ausstellung. "Jugendstil bis Gegenwart" vereint auf etwa 1.200 Quadratmetern mehr als 1.500 Objekte von der Jahrhundertwende bis zur unmittelbaren Gegenwart. Schwerpunkte bilden dabei Werke aus der Zeit des Jugendstil, Art-déco und Funktionalismus ebenso wie ostdeutsches Design ab den 1950er Jahren. Mit der Eröffnung des Rundgangs "Jugendstil bis Gegenwart" ist die neue Ständige Ausstellung des Museums für Angewandte Kunst komplett eröffnet. Die insgesamt drei Ausstellungsbereiche "Antike bis Historismus", "Asiatische Kunst. Impulse für Europa" und "Jugendstil bis Gegenwart" laden ab Anfang März zu einer Zeitreise durch mehr als 3000 Jahre Kunstgeschichte ein. Als zweites Kunstgewerbemuseum Deutschlands im Jahr 1874 eröffnet, zählt das heutige Museum für Angewandte Kunst zu den traditionsreichsten Einrichtungen seiner Art in Europa. Die Sammlungen des Museums umfassen kunsthandwerkliche Unikate aller Epochen wie auch seriell gefertigte Industrieprodukte. Jugendstil, Art déco und Funktionalismus bilden profilbestimmende Sammlungsbereiche in nahezu allen Sparten. Mit einer umfangreichen Kollektion zur DDR-Produktgestaltung konnte der Bereich des Industriedesigns weiter ausgebaut werden. Zu einem neuen Schwerpunkt hat sich die Sammlung vorwiegend deutscher Keramik des 20. Jahrhunderts entwickelt.

GRASSI
Museum für Angewandte Kunst Leipzig
Museum für Völkerkunde
Johannisplatz 5-11,
04103 Leipzig
Di – So, Feiertage: 10 – 18 Uhr, 1. Mi im Monat freier Eintritt

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