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Oasen der Ruhe in der Boom-Town

Weiter geht die Fahrt entlang der geschäftigen Haupteinkaufstraßen, der Kempegowda Road und der Mahatma Gandhi Road mit ihren Cyber-Cafés, Diskotheken, Fast-Food-Ketten und Boutiquen, und durch das belebte Basarviertel Chikpet. Hier herrscht ein unglaubliches Gewusel. Es riecht nach Sandelholz, Gewürzen und orientalischen Düften. Frauen in prächtigen Saris lassen das bunte Treiben zu einem bewegten Bilderbuch voller fröhlicher Farben werden. Südwestlich des Markts befindet sich die Sommerresidenz von Tipu Sultan. Der Palast aus dem Jahre 1791 steht in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem sehenswerten Hindu-Tempel.

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Im Gewusel der Hauptstraßen

Nächstes Ziel unserer kleinen Stadtrundfahrt ist Lal Bagh, ein botanischer Garten aus dem 18. Jahrhundert. Mit uns steuern unzählige Motorroller, auf denen sich vier- bis fünfköpfige Familien ohne Helm und Nierengurt wahlweise im Reitersitz oder auf dem Schoß des Fahrers quetschen. Denn das hundert Hektar große Gelände ist Treffpunkt und Wandelareal für die indische Mittelschicht. Picknick, flanieren, sehen und gesehen werden - und dies zwischen einer der größten Sammlungen seltener Tropen- und Subtropenpflanzen des Landes - sind hier nicht nur an den Wochenenden ein Muss. Liebevoll angelegte Lotos-Teiche, ein Glashaus im britischen Stil sowie eine Reihe von Bäumen, die von Queen Elizabeth und Nikita Chruschtschow angepflanzt wurden, lassen den botanischen Garten zu einer Oase der Ruhe inmitten einer boomenden Metropole avancieren.

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Im Botanischen Garten Lal Bagh

Ein zweiter großer Park im Herzen von Bangalore wird hingegen von zahlreichen Verkehrsadern durchzogen. Der liebevoll angelegte Cubbon Park beherbergt das Government Museum mit seinen bis zu 5.000 Jahre alten Ausstellungsstücken aus verschiedenen Herrschaftsperioden südindischer Dynastien. Nur einen Steinwurf entfernt haben die Landesregierung und das Parlament Karnatakas im imposanten Vidhana Soudha, einem 46 Meter hohen Granitgebäude aus dem Jahre 1956, ihren Sitz. Für eine Stadt, die mit Siebenmeilen-Stiefeln der Zukunft entgegen sprintet, ist das Parlamentsgebäude mit seinen fünfzig Jahren auf dem Buckel fast schon eine historische Besonderheit.

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Auch der Lastenträger ist am Boom beteiligt

Denn eines wird bei der kurzen und kurzweiligen Stadtrundfahrt klar: Bangalore boomt. Man kann der Stadt im wahrsten Sinne des Wortes beim Wachsen zugucken. Und egal, an welcher Ecke unser Tuc-Tuc abbiegt, Bangalore ist wie eine Wundertüte. Hinter jeder Biegung gibt es etwas zu entdecken.



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