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Indiens Gartenstadt

Seit gut einer Stunde lasse ich mir nun von Rawul die Schokoladenseiten von Bangalore zeigen. Einer Stadt, in der weltweit die meisten Motorräder und -roller registriert sind, einer Stadt, die zu den saubersten Indiens zählt, einer Stadt, die auch nach dem Abzug der britischen Kolonialherren unverkennbar westlich geprägt blieb und die wegen ihrer zahlreichen Grünanlagen und Parks gerne als “Indiens Gartenstadt” bezeichnet wird. Daneben trägt die am schnellsten wachsende Stadt des indischen Subkontinents den Beinamen “indisches Silicon Valley”. Denn nahezu alle namhaften Computer- und Technologiefirmen sind in den in großen Technikparks wie Electronics City oder dem International Technology Park angesiedelt. Allein 150.000 IT-Spezialisten aus aller Herren Länder leben und arbeiten hier.

Indien Bangalore Parlament
Das Parlament gehört zu den Schokoladenseiten der Stadt

Daneben gilt Bangalore als Zentrum der Biotechnologie sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie. Hunderte von Kilometer entfernt von China und zu den Grenzen von Pakistan, an denen es immer wieder vor allem in der Kaschmir-Region zu militärischen Spannungen kommt, siedelte die indische Regierung die Hindustan Aeronautics Limited (HAL) an. Die HAL baut zivile wie militärische Flugzeuge, während die Indian Space Research Organisation erfolgreich Satelliten und Raketen entwickelt und startet.

Indien Bangalore Leela Hotel
Prunkvoll auch das Leela-Hotel

Bereits in den 1950er Jahren prophezeite Jawaharlal Nehru, dass Bangalore eines Tages “Indiens Stadt der Zukunft” werden würde. Und der ehemalige Ministerpräsident sollte Recht behalten. Bangalore ist das Schwungrad der indischen Wirtschaft, die laut Prognosen im Jahre 2020 die drittstärkste weltweit nach den USA und China sein wird. Die Wachstumsraten liegen in Bangalore bei mehr als vierzig Prozent. Dies spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass die schnellstwachsende Stadt in Asien in alle Richtungen expandiert. Neben weitläufigen Boulevards und großzügigen Parkanlagen bestimmen daher Baukräne das Stadtbild. Wohn- und Bürokomplexe aus Glas, Stahl und Beton schießen wie Pilze aus dem Boden.



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