Aus dem Berg kam der Reichtum
Ein
Besuch in der alten
Hanse- und Kaiserstadt Goslar
Text:
Ferdinand Dupuis-Panther
Fotos: Dirk / Ferdinand Dupuis-Panther
Schmuckes Fachwerk dominiert das Straßenbild Goslars
Foto:
Pittoresk sind die Fachwerkbauten, beeindruckend die romanischen und gotischen Kirchen der Stadt. Moderne Kunst wird zu Füßen des Rammelsbergs ebenso geschätzt wie das industrielle Erbe. Vor tausend Jahren begann das systematische Fördern von Kupfer- und Bleierz; Heinrich II. verlegte seine Königspfalz in die Harzstadt, in der im Laufe der Geschichte 23 Reichstage abgehalten wurden. Zu Füßen der Erzlagerstätten und der Kaiserpfalz entstand eine Stadt der Bergleute und Kaufleute. Um die Spuren des mittelalterlichen Bergbaus und der mittelalterlichen Stadt zu ergründen, hat sich unser Autor nach Goslar aufgemacht.

Der Bergbau prägte die Hanse- und Reichsstadt Goslar
Foto: fdp
Ein wenig trutzig wirkt das Hotel Achtermann, das einer mittelalterlichen Burg gleicht. Kein Wunder: In den Bau wurden Teile der alten Stadtmauer integriert. Unweit von hier versperrt ein dickliches Ehepaar den Zugang zur Fußgängerzone. Es ist ein Werk des Bildhauers Fernando Botero, der eine Vorliebe für runde, dralle Figuren hat. Und nicht nur hier, sondern auch an anderen Orten der Stadt, die sich heute mit dem Titel Unesco-Weltkulturerbe“ schmückt, findet man Kunst, ob nun in der Kunstmeile Wohlenbergerstraße oder auf dem Vorplatz vor dem Rathaus, wo Rainer Kriesters »Nagelkopf« für das Kopfschütteln des einen oder anderen Goslarbesuchers sorgt. Und Richard Serra schenkte Goslar eine Eisenbramme, die zwischen dem Breiten Tor und dem Rießlingturm aufgestellt wurde.
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