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Zwischen Disco und Dorfidylle

Ungarn Abteikirche TihanyWährend Kreuz und Halbmond in Pécs scheinbar eine Symbiose eingegangen sind, wurde die Abteikirche in Tihany (Foto rechts) während der türkischen Besatzungszeit als Festung genutzt - und niemals eingenommen. In der schmucken Barockkirche am Nordufer des Balatons, zu deutsch Plattensee, gefallen nicht nur die Schnitzereien des österreichischen Benediktinermönchs Sebastian Stuhlhoff. Die Ungarn pilgern aus einem ganz anderen Grund hierher: Im ältesten Teil der Abtei, in der romanischen Krypta aus dem elften Jahrhundert, liegt Ungarnkönig Andreas I. begraben. Wer die Abteikirche besucht, bleibt schon deshalb nicht allein.

Der Weg den Hügel hinauf, denn die Kirche thront etwa hundertzwanzig Meter über dem See, führt vorbei an Souvenirständen, an denen lokales Kunsthandwerk und Spitzendecken verkauft werden. Kein Zweifel, der Balaton ist das wichtigste Tourismusziel in Ungarn. Warmes Wasser und flache Strände machen den Plattensee vor allem für Familien mit Kindern zu einem Erlebnis. Der größte Binnensee Mitteleuropas ist fast siebzig Kilometer lang und hat einen Uferumfang von knapp zweihundert Kilometern. Allerdings: Städte wie Siofók und Balatonfüred sind alles andere als ein Geheimtipp. Hier reiht sich Hotel an Hotel, hier locken Discos und andere Vergnügungen.

Ungarn Plattensee
Am Plattensee

Wer es ruhiger mag, für den lohnt ein Besuch in einem der neugeschaffenen Urlaubsdörfer, die Ferien auf dem Bauernhof anbieten - beispielsweise in Bonnya. Inmitten des Hügellandes von Somogy lebt man direkt in der Natur. Die Unterbringung ist familiär, aber dennoch komfortabel, und wer Töpfern lernen oder eine Kutschfahrt unternehmen möchte, ist hier an der richtigen Adresse.



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