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Türkische Minarette und köstlicher Rotwein

Ungarn WinzerUnd je weiter südlich man kommt, desto mediterraner wird das Flair. Wer nämlich Orte wie Pécs oder Villány besucht, lernt ein Ungarn kennen, in dem Weinberge zu finden sind und Spuren der frühen Christianisierung, aber auch türkische Minarette. Hier bewirtschaftet Zoltán Polgár (Foto rechts) seinen Weinkeller, und um seinen Kunden etwas Besonderes bieten zu können, vermietet der hoch dekorierte Winzer auch Wein-Schließfächer, inklusive eines Wein-Abonnements für Jahrzehnte. Ist das nicht ein Tipp für so manchen Liebhaber außergewöhnlicher Tropfen? Ist doch die etwa dreißig Kilometer lange Weinstraße zwischen Villány, wo Zoltán Polgár lebt, und Siklós ein Dorado für Rotweinliebhaber. Wer hier einen Merlot, einen Blauen Portugieser oder einen Cabernet Sauvignon bestellt, wird sich mit jedem Schluck an dieser Auswahl delektieren.

Das Zentrum dieser Region aber ist Pécs, zu deutsch Fünfkirchen. Schon 1009 machte König Stephan der Heilige die Stadt zum Sitz eines Bistums. Die frühchristlichen Grabkammern, die hier gefunden wurden, gehören zum Weltkulturerbe der Unesco. Die Wandmalereien und Deckenfresken in den Grabkammern stammen zum Teil aus dem vierten Jahrhundert. Bereits 1367 gab es in Pécs eine Universität. Leider ist von den Gebäuden dieser Alma Mater, die als eine der ersten Europas Geschichte schrieb, nichts übrig geblieben. Anders der Dom von St. Peter, der aus der Zeit König Stephans stammt und trotz Umbauten und Rekonstruktionen seine romanischen Grundzüge erhalten hat - und der die Stadt mit seinen mittelalterlichen Ecktürmen ganz selbstverständlich dominiert.

Ungarn Pecs Dom St. Peter
Pécs: der Dom St. Peter

Ein weiteres Gotteshaus, die innerstädtische Pfarrkirche, überrascht durch ein Kuppeldach: Ghasi Kassim Pascha errichtete das Gebäude während der Türkenherrschaft einst als Moschee.



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