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Die koloniale Perle

William Walker hinterließ seine Spuren auch in der Stadt Granada, der kolonialen Perle Nicaraguas, die mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die 1524 gegründete Ansiedlung ist eine der ältesten Städte des Landes. An der barocken Außenfassade der Kirche La Merced finden sich heute noch Brandflecken aus dem Jahr 1856, als William Walker große Teile der Stadt in Brand setzte. Glücklicherweise ist in Granada dennoch vieles erhalten. Besonders sehenswert sind die Kirchen „La Merced“, die 1783 vollendet wurde, und San Francisco. In dem im 16. Jahrhundert errichteten San Francisco-Klosterkomplex, der in leuchtendem Blau getüncht ist, findet sich auch ein Museum, in dem präkolumbianische Götzen ausgestellt werden, die zum Teil von der Zapatera-Insel im Nicaragua-See stammen.

Nicaragua Rundfahrt Granada

Die magische Insel Ometepe, der brodelnde Krater des Vulkans Masaya, die von bunt getünchten Kolonialhäusern und altehrwürdigen Stadtpalästen geprägte Bilderbuch-Stadt Granada und die Kajakfahrt durch die Isletas gehören sicherlich zu den Highlights eines Nicaragua-Besuchs. Doch auch die von Kolonialarchitektur geprägte ehemalige nicaraguanische Hauptstadt León sowie die Städte Estelí und Matagalpa im gebirgigen Norden des Landes lohnen einen Abstecher. Und in der Nähe von San Juan del Sur entpuppt sich Nicaragua gar als ein pazifisches Strandparadies

Nicaragua Rundfahrt  Kolonialgebäude.

Touristisch noch weitgehend unerschlossen ist die Karibikseite des Landes. Dabei liegen hier, im Osten Nicaraguas, möglicherweise sogar die Wurzeln des Namens „Amerika“. Denn als die spanischen Seefahrer Cristóbal Cólon und Alberico (bzw. Alberigo) Vespucci in der neuen Welt auf ein goldreiches Gebiet im Osten Nicaraguas stießen, merkten sie schnell, dass die Einheimischen das neu entdeckte Goldland „Amerrique“ bezeichneten, was in der Indiosprache so viel bedeutete wie „Land des Windes“. Der französische Geograph Jules Marcou vermutete, dass die neu entdeckten Reichtümer die spanischen Seefahrer so beeindruckt hatten, dass Alberico Vespucci seinen Namen kurz darauf in „Amerigo“ ändern ließ – und genau dieser Name wurde später zum Synonym für die neue Welt.

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