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Durchgerüttelt auf der Erdpiste

Nachdem die Tourismus-Angebote auf der Insel Ometepe, der größten Insel im Nicaraguasee und der zehntgrößten Binnenseeinsel der Welt, lange nur auf Rucksackreisende ausgerichtet waren, finden sich mittlerweile auch Mittelklasseangebote. Das Interesse an Nicaragua ist in Europa seit der Solidaritätsbewegung mit der sandinistischen Revolution in den 80er Jahren nie ganz erloschen. Der Schauspieler Dietmar Schönherr startete 1985 ein noch heute lebendiges Nicaragua–Solidaritäts-Projekt. Und auch Monika und Michael Höhn, zwei Deutsche aus Wiehl, die im Jahr 1983 die Insel Ometepe erstmals besuchten, begannen damit, ein Gesundheits- und Bildungsprojekt aufzubauen. Ein Sozialprojekt, das Besuchern des Hotels „Villa Paraíso“ am Strand von Santo Domingo auf Wunsch gerne vorgestellt wird.

Nicaragua Rundfahrt Seeblick

Ihre Bungalows, die zu etwa vierzig Prozent von Gästen aus dem deutschsprachigen Raum frequentiert werden, befinden sich gleich neben dem Schulungsgebäude des Ometepe-Alemania-Projekts. „Viele unserer Gäste“, so beteuert die Managerin, „bleiben nur zwei oder drei Tage, aber sie merken dann, dass sie eigentlich mehr Zeit bräuchten, um die Insel kennen zu lernen. Besser ist es fünf Tage zu bleiben, dann hat man genügend Zeit für Aktivitäten und man kann sich von der recht mühsamen Anreise auch besser erholen. Was ich auf jeden Fall empfehle ist ein Aufstieg zum 1610 Meter hohen Vulkan Concepción, denn dieser Ort hat wirklich etwas Magisches.“

Nicaragua Rundfahrt Boote

Doch das Abenteuer beginnt bei einem Ometepe-Besuch schon lange vor dem Anstieg zu einem der beiden Vulkane. Die Fähren und Passagierboote, die von Rivas aus in etwa eineinhalb Stunden zur Insel fahren, sind bereits mehrere Jahrzehnte alt. Die Straßen auf der Insel sind schlecht, auf dem Weg zum Hotel Villa Paraíso werden die Besucher zum Schluss auf einer mit Schlaglöchern übersäten Erdpiste kräftig durchgerüttelt. Längst nicht alles klappt hier wie am Schnürchen. „Nicaragua ist ein wunderschönes Reiseland, aber man braucht ein bisschen Entdeckergeist und Abenteuerlust dafür“, berichtet Carlos Mejía Kornfeld, ein Nicaraguaner, der 1971 in Wien geboren wurde und teils in Europa, teil in Nicaragua aufgewachsen ist.

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