Namibia |
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Kurzportrait Namibia, zwischen der Kalahari Wüste im Osten und dem Atlantischen Ozean, der das Land im Westen mit 1400 Kilometern Küstenlinie begrenzt, erhielt seinen Namen nach der ältesten Wüste der Welt, der Namib. Sie erstreckt sich vom Atlantik über 150 Kilometer ins Landesinnere, geht im Osten ins Binnenhochland über, das sich bis auf 1700 Meter erhebt und verliert sich weiter südlich in der Kalahari-Wüste. Im Nordosten Namibias erstreckt sich der Caprivi-Strip 150 Kilometer weit ins Nachbarland Botswana. Hier dominieren Flussläufe und Galeriewälder entlang ihrer Ufer die Landschaft - ein deutlicher Kontrast zum ansonsten eher einförmigen Wüstenbild.
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Dieses, auf den ersten Blick karge Land, beherbergt einen grandiosen Tierreichtum. So werden allein in der Etosha Pfanne 114 Säugetierarten gezählt. 1500 Elefanten gehören dazu, 300 Nashörner, 2000 Giraffen, 6000 Zebras, zahlreiche Qryx- und andere Antilopenarten, Löwen, Leoparden, Reptilien und Insekten. Im Damaraland, im Gebiet von Palmwag, leben mehr als hundert der seltenen Black Rhinos in freier Wildbahn - hier kann man als Besucher übrigens an einem Rhino-Trekking teilnehmen. Und wer Glück hat, wird an den abgelegenen Flusstälern im Nordwesten des Landes Wüstenelefanten begegnen.
Namibia als Landschaft der Superlative zu bezeichnen, ist nicht weit hergeholt. Viel zu gewaltig ist das Land, viel zu wild, als dass Menschen es je bändigen konnten. So ist der Fishriver Canyon, der mit 160 Kilometern den zweitgrößten Canyon der Welt darstellt, ein Beispiel von geradezu unfassbarer, wilder Natur. Ganz nah reicht die Tiefe des Grabens an das " Innere der Erde" heran. Und auch die Küste ist Inbegriff von der Unbezähmbarkeit dieses Landes: sie ist noch heute nur von den gewieftesten Seeleuten mit modernsten Navigationshilfen seetechnisch zu befahren - der Begriff Skeleton-Coast hat seinen Ursprung in den zahllosen Schiffswracks unter Wasser und an Land gespült, aber auch der vielen Menschen wegen, die ihr Leben in der Unwirtlichkeit dieser Region lassen mussten. Viele waren auf der Suche nach Diamanten, die allerdings, streng bewacht im Sperrgebiet abgebaut werden. Doch die Legenden um weitere, grandiose Diamantenfunde verstummen nicht, auch ist die Rede von Piraterie und Schmugglerschiffen, von Träumen, die Wüste bis zu den Waterbergen urbar zu machen. Doch bis heute antwortet die Natur mit einem Nein in unerbittlicher Konsequenz.
Als urbane Wunderländer altdeutscher Art wirken dagegen Swakopmund und Windhoek. Kaiser-, Kirch- oder Peter Knoblauchstraße heißen hier die Hauptstraßen. Einige Metzgereien, Apotheken, Buchhandlungen und Cafés tragen den Reichsadler im Firmenschild über der Tür und die ehemaligen Stadthäuser der ersten weißen Siedler, deren Architektur treu-deutscher Baukunst im Schwarzwaldstil entspricht, sind an ihren hochglänzenden Ziegeldächern sogar mit Schneeabweisern versehen. Deutschtümelei mit deutschen Traditionen, deutschen Lebensvorstellungen, deutscher Küche, deutscher Sprache und erzkonservativem Politikverständnis war bis vor wenigen Jahren noch das zweifelhafte Markenzeichen Namibias. Doch sei der Moderne Dank, dass sich dieses Getue neuerdings ändert, dass eine gemischtrassige Jugend auf dem Vormarsch ist, um mit ihrem weltoffenen Lifestyle dem gesamten Land eine neue Reputation zu verschaffen. Adressen, Links, Musik und Bücher |
Reiseinfos Überwiegend trockenes Wüstenklima. Die Jahreszeiten liegen den europäischen entgegengesetzt. So betragen die Temperaturen im Sommer, von Oktober und April, zwischen 18° und 35°C. Im Winter, von Mai bis September hingegen zwischen 8° und 20°C. Vereinzelte Regenschauer sind, wenn überhaupt, im Sommer zu verzeichnen. Reisezeit ist somit ganzjährig. Die Lebenshaltungskosten sind, trotz des günstigen Wechselkurses zum Namibia-Dollar, ebenso hoch wie in Deutschland. Auch wenn ein Liter Benzin nur 1.10 DM und Fleisch/Fischmahlzeiten zwischen 10 - 15 DM kosten, so sind die Übernachtungskosten mit durchschnittlich 100 -150 DM relativ hoch. Zur Einreise wird ein sechs Monate gültiger Reisepass verlangt. Das Visum ist kostenlos. Es sind keine Impfungen vorgeschrieben, es sei denn, man reist aus endemischen Gelbfiebergebieten ein. Aufgrund der Gefahr, durch den Stich der Anophelesmücke an Malaria zu erkranken, sollte beim Bereisen der feuchten Gebiete im Norden auf eine Chemo-Prophylaxe nicht verzichtet werden. Gelegentlich kann es bei Safaris zu Schlangen- und Skorpionbissen kommen. Um dies zu vermeiden, muss man unbedingt festes Schuhwerk tragen. Wichtig sind zudem eine gute Sonnenbrille, Sonnenschutzmittel und eine Kopfbedeckung. Europäische Krankenversicherungen gelten nicht. Es empfiehlt sich daher, vor Reiseantritt eine private Auslands-Reisekrankenversicherung abzuschließen. Es herrscht Linksverkehr. Statistik Einwohner: 1.8 Mio. 50% gehören dem Stamm der Ovambo an, 9.5% sind Kavango. Die Stämme der Herero und Damara machen jeweils 8% der Bevölkerung aus, die Nama 5%, die Caprivianer 4%. 75.000 Weiße leben in Namibia, das sind 4.5% der Gesamtbevölkerung. Geografische Lage:
Im Südwesten Afrikas, am Atlantischen Ozean. Nachbarländer
sind Angola, Zambia, Zimbabwe, Botswana und Südafrika. Tourismus:
Der Tourismus wächst von allen Industrien am schnellsten und kontinuierlich.
Allein 1999 erwirtschaftete Namibia durch 626.000 Besucher 1.5 Mrd.
N$. Man rechnet mit einer jährlichen Zuwachsrate von 15%, damit
würde die Tourismus-Branche als zweit-wichtigster Devisenbringer
fungieren. |