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Seit die autonome Republik proklamiert wurde, hat sich das frühere Problemviertel der litauischen Hauptstadt Vilnius zu einem In-Stadtteil entwickelt - mit schicken Restaurants und Galerien. „Was Soho für New York und Montmartre für Paris ist Užupis für Vilnius“, erläutert Aiste Ivoškute. Symbol der unabhängigen Republik ist eine blaue Hand mit einem Loch in der Mitte - ein Zeichen dafür, dass das Leben fließt und dass man nichts festhalten kann.

Litauen vilnius Symbol

Das Wahrzeichen des Viertels ist eine Engelsfigur, die in ein Horn bläst und die im Jahr 2002 aufgestellt wurde. Die unabhängige Republik existiert seit dem Jahr 1997 - und hat mittlerweile längst diplomatische Anerkennung gefunden. „Bei unseren Nationalfeiertagen hatten wir bereits die Botschafter der USA und Japans zu Gast - und noch ein paar andere, aber an die erinnere ich mich nicht mehr genau“, berichtet Darius Cepas. Im Jahr 2001 besuchte sogar der Dalai Lama den jetzigen In-Stadtteil, der früher als ein Hort für Arme und Kriminelle galt. „Der Dalai Lama hat uns gefragt, was wir mit den Kleinkriminellen hier machen - und wir haben ihm geantwortet, wir leben mit ihnen, denn hier gibt es genug Platz für alle“, berichtet Darius Cepas.

Symphonie für Baumaschinen

Der 39jährige, der früher als Politikberater gearbeitet hat und der von seinem stressigen Job irgendwann die Nase voll hatte, ist nur einer von vielen schrägen Vögeln, die in Vilnius und Umgebung anzutreffen sind und die die litauische Hauptstadt so sympathisch machen. Auch Donatas Katkus, musikalischer Leiter der Christopher Festivals, ist immer für eine Überraschung gut. Sei es eine Symphonie für Baumaschinen, die er im Steinbruch dirigiert, sei es ein Konzert für Motorradfahrer, bei dem das Röhren der Motoren so richtig zur Geltung kommt.

Litauen Vilnius Sonnenuntergagn

Wem das noch nicht ausreicht, dem sei eine Gespenstertour ans Herz gelegt, bei der Ankse Stasaityte mit viel Charme und in schlechtem Englisch schaurige Geschichten von herumirrenden Geistern erzählt, deren Seelen keinen Frieden finden können. Und weil viele Besucher nur glauben, was sie auch sehen, werden die Spukgeschichten durch ein Schauspielerensemble stilvoll in Szene gesetzt. Nicht wirklich Furcht einflößend, aber ausgesprochen amüsant.



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