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Guatemala Antigua Rathaus mit TorbögenAntigua boomt. Touristisch stiehlt die alte Hauptstadt, die heute zwischen 40.000 und 50.000 Bewohner zählt, dem Wirtschafts- und Verwaltungszentrum Guatemala City ganz eindeutig die Schau. Mittelpunkt des städtischen Lebens in Antigua ist der Parque Zentral. Hier steht das Rathaus mit seinen Torbögen (Foto rechts) und Arkadengängen - früher fungierte es als Stadtgefängnis. Hier holpern Pferdekutschen mit Touristen über das Kopfsteinpflaster und die Fassade der Kathedrale täuscht ein prachtvolles Inneres vor, das nicht vorhanden ist. Die Mitte des Platzes, auf dem früher öffentliche Hinrichtungen durchgeführt und Stierkämpfe veranstaltet wurden, fließt Wasser aus zwei Metallbrüsten: Die Fuente de las Sirenas, ein mehr als 260 Jahre alter Brunnen, ist dem Neptunbrunnen in Bologna nachempfunden. An der Südseite des Platzes befindet sich die ehemalige Residenz der Vertreter der Spanischen Krone - der Palast der Generalkapitäne.

Der Vulkan spuckt Lavabröckchen

Auch wenn sich Antigua in zwei Tagen gut erkunden lässt, bleiben viele Reisende länger in der schachbrettartig angeordneten Bilderbuch-Kolonialstadt. Sie besuchen Spanischkurse oder unternehmen Ausflüge in die Umgebung. Etwa zu den Kaffeeplantagen in Umland, zu einer Macademia-Farm oder zum Pacaya-Vulkan. Auch beim Aufstieg zum Vulkan ist die Touristenpolizei präsent.

Guatemala Antigua Pacayovulkan
Auch aus der Ferne imposant: der Pacayovulkan

An manchen Stellen trifft man die freundlichen Damen und Herren gleich in Fünfergruppen an. Zu tun haben sie hier wenig, doch ihre demonstrative Präsenz beruhigt die Besucher. Doch ein einsamer Wanderweg ist der Anstieg zum Pacaya ohnehin nicht. Alle zehn bis fünfzehn Minuten trifft man ein paar Einheimische, die mit Pferden am Wegesrand stehen. „Taxi, Taxi“, rufen sie grinsend. Doch für die meisten Besucher ist der Anstieg zu Fuß Ehrensache.

Mehr als 600 Höhenmeter sind dabei zu überwinden, doch nur die letzten 400 Meter führt der Weg über die lose, fast schwarze Vulkanerde wirklich steil nach oben. Doch das Brodeln und Zischen des Vulkans und der Ausblick über das Hochland entschädigt für die Mühen des Anstiegs.

Guatemala Antigua Kraterrand
Am Kraterrand

Am Kraterrand angekommen, besteht kein Zweifel mehr: dieser Vulkan ist aktiv. Immer wieder ein dumpfes Prusten - und gleich darauf fliegen kleine Lavabröckchen gen Himmel. Etwa dreißig Minuten machen die Gruppen am Kraterrand Pause, dann beginnt der Abstieg.

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