DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Die Kirche La Merced, ein reich verziertes, barockes Bauwerk, war erst sechs Jahre vor dem Erdbeben geweiht worden. Sie gilt heute als schönste Kirche der Stadt.

Guatemala Antigua La Merced
Unaufdringlicher Charme: die Barockkirche La Merced

Das gelb getünchte Gotteshaus ist ein Ziel der Prozession in der Karwoche, die in Antigua besonders farbenprächtig zelebriert wird. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten, bei denen die Gläubigen die Straßen der Stadt mit Bodenbildern aus gefärbtem Sägemehl schmücken, steht eine schwarze Jesusfigur, die sich normalerweise rechts vom Altarraum der Merced-Kirche befindet.

Der größte Teil der Heiligenfiguren, Altäre und Bilder, die sich vor dem Erdbeben in der Merced-Kirche befunden hatten, wurde allerdings abtransportiert. Denn schon kurze Zeit nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 1773 gründeten die spanischen Eroberer eine neue Hauptstadt, das heutige Guatemala City. Auch die erste Universität Mittelamerikas - San Carlos de Borromento, 1675 in Antigua gegründet - wurde dorthin verlagert. Nicht weit von der La Merced-Kirche entfernt findet sich das beliebteste Postkartenmotiv der Stadt - der Arco de Santa Catalina.

Guatemala Antigua Arco de Santa Catalina
Arco de Santa Catalina

Der Bogen wurde gebaut, damit die Nonnen des Klosters Santa Catalina die Kirche auf der anderen Seite der Straße besuchen konnten, ohne sich unter das gemeine Volk zu mischen.

Ein Postkartenidyll zum Verlieben

Heute besteht Antigua aus einer bizarren Mischung aus Ruinen und liebevoll restaurierten Bürgerhäusern. Denn trotz Militärdiktatur war der Gemeindeverwaltung schon in den 60er Jahren die Bedeutung des Denkmalschutzes bewusst. Die ganze Stadt, die im Jahr 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden ist, stellt eine Art Freilichtmuseum dar. Kaum ein Gebäude im Zentrum, in dem sich nicht ein Hotel mit historischem Ambiente, ein Touristenrestaurant, eine Sprachschule, ein Internetcafé oder ein Reisebüro niedergelassen hat.

Guatemala Antigua bunte Fassaden
Bunte Fassaden erhellen das Stadtbild

Zwischen den Ruinen der spanischen Prachtbauten ist ein Touristenzentrum mit Flair entstanden, ein Postkartenidyll mit bunten Fassaden und verträumten Innenhöfen, in das man sich regelrecht verlieben kann.

Seite 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 (Infos) / zur Startseite



Reiseinformationen zu diesem Reiseziel




Twitter
RSS