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Robben auf dem Speisezettel  

Wir kommen zum nächsten „Farbtupfer“, dem Fischmarkt. Neben Lachs und Saibling wird auch fast schwarz aussehendes Robbenfleisch verkauft. Uns tun natürlich die possierlichen Robben leid, aber sie gehören auf Grönland nun einmal zum festen Bestandteil des Speisezettels, da hilft auch jede Sentimentalität nichts. Wir empfinden die Temperaturen als angenehm, - für die Grönländer müssen sie fast tropisch sein: Beinahe zwanzig Grad zeigt das Thermometer am Supermarkt. Die Luft ist trocken, die dicken Jacken brauchen wir heute eigentlich nicht. Kein Wunder, dass Sisimiut Waschtag hat. Überall hängt Wäsche zum Trocknen auf der Leine, das satte Grün der Wiesen wird von den weißen Wollgrasköpfchen unterbrochen, überall liegen Schlittenhunde faul in der Sonne oder lecken sich bei dem Geruch von Haifisch, der an Holzgestellen trocknet und vor sich hin stinkt, genüsslich die Schnauze.

Grönland Trockengestell
Auf Holzgestellen wird das Haifischfleisch getrocknet

Eisberge! Durch unser Bullauge kann man Eisberge sehen! Es ist 6 Uhr früh, und wir sind putzmunter. Tatsächlich: Eisberge, - zum Greifen nahe. Also unter die Dusche, die Kamera gezückt und raus an Deck. Die Luft ist klar, und es ist frisch an Deck. Das Thermometer zeigt fünf Grad. Wir sind in der Bucht von Qeqertarsuaq im Süden der Disko-Insel. Die MS Brand Polaris wirft rasselnd den Anker, der Himmel ist wolkenverhangen, aber was für eine Stimmung!

Grönland Eisberge
Ein erster Kontakt mit den Eisbergen

Nach dem Frühstück geht es mit den Zodiacs an Land. Es ist eine „trockene Landung“, d.h. die Schlauchboote können an einem Landungssteg festmachen, so dass wir uns beim Aussteigen keine nassen Füße holen. Durch einen Torbogen aus Finnwalkieferknochen führt uns ein schmaler Pfad in den 1773 gegründeten Ort. Der Ort heißt genauso wie die Insel, auf der wir uns befinden: Disko, in der Sprache der Inuit: „Qeqertarsuaq“, das bedeutet „Große Insel“. 1.100 Einwohner leben hier rund 500 Kilometer nördlich des Polarkreises; bis in die 50-ziger Jahre war das Städtchen Walfängerzentrum und die Hauptstadt Nordgrönlands. Basaltgestein beherrscht das Landschaftsbild.

Die Sonne kommt durch, und sofort ist das Örtchen „charming“: Bunte Holzhäuschen – teilweise mehr als 200 Jahre alt - eingebettet zwischen tausend Meter hohen Tafelbergen, ein kleiner Hafen, ein kleiner Friedhof mit bunten Plastikblumen und auf der anderen Seite das Meer mit den Eisbergen, die hier in der Bucht auf Grund gelaufen sind: So stellt man sich Grönland vor – Qeqertarsuaq vereint das alles



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