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Hannover
Sprengel Museum

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Niki de Saint Phalle – The Big Shots
bis 07. Mai 2017

Niki de Saint Phalle – The Big Shots präsentiert die künstlerische Entwicklung anhand ausgewählter Werke von Beginn der 1960er bis in die 1990er Jahre. De Saint Phalles frühe Emanzipation als Künstlerin manifestieren die Schießbilder: mit einem ebenso zerstörerischen wie produktiven Akt der Selbstermächtigung beginnt sie 1961, auf ihre eigenen Bilder zu schießen, um sie "bluten zu lassen". Dadurch ergießt sich Farbe aus den eingegipsten Farbbeuteln hinter der Oberfläche, befleckt die Bilder und gestaltet so eine neue Bildform. ¬Ein wichtiges Beispiel ist die Hommage to Bob Rauschenberg – Shot by Rauschenberg (1961), eine in Ehrung an den derzeit bereits berühmten amerikanischen Künstler Robert Rauschenberg gefertigte Assemblage, die sie von ihm selber beschießen ließ. In den großen Materialbildern der 1960er Jahre misst sich Niki de Saint Phalle mit diesen Heroen wie sie sich von vielen Zwängen ideell wie materiell befreit. Saint Sébastien or Portrait of my Lover (1961) ersetzt den Kopf des Geliebten durch eine Wurfscheibe, die mit Pfeilen durchbohrt wird, La Mort du Patriarche (1962) rechnet mit der durch Muskeln, großen Phallus und kleinen Kopf charakterisierten väterlichen Figur ab. Schließlich sind die großen Altarbilder wie das eindrucksvolle Triptychon Ahriman et Lucifer attaquent (1962) Behauptungen gegenüber der eingrenzenden Ideologie und Hierarchie der institutionalisierten Kirche. Fabelwesen und Drachen, die "Monster" der Kindheit und der Gegenwart bevölkern die großen Tafeln und Figuren gemeinsam mit Kampfflugzeugen, Babypuppen und Kruzifixen: die wilde und bunte Welt de Saint Phalles vereint Spiel und Destruktion, Erzählung und Realitätsbezug in originären und energiegeladenen Bilderfindungen.

RODUKTION. made in germany drei Kestner Gesellschaft, Kunstverein Hannover, Sprengel Museum Hannover
3. Juni. bis 3. September 2017

Im Sommer 2017 will die Ausstellung PRODUKTION. made in germany drei die facettenreiche und vielfältige Kunstszene in Deutschland widerspiegeln und richtet sich dabei thematisch aus. Im Fokus der dritten Ausgabe von »Made in Germany« liegen die Produktionsbedingungen von Kunst in Deutschland und die Frage, wie geografische, politische und institutionelle Strukturen sowie neue Technologien entscheidende Voraussetzungen für die Herstellung von Kunst schaffen. Mit der Konzentration auf die aktuellen Produktionsbedingungen fragt sie, inwieweit sich künstlerische Produktion neu definiert. In den fünf Jahren seit der letzten Aus stellung ist die postdigitale Generation groß geworden, haben neue Netzwerke, Apps und DIY - Anleitungen die Kunst durchdrungen. In einer Kunstlandschaft mit einer nach wie vor international einzigartigen Institutionendichte (Kunstakademien und Kunsthochschu len, Kunstvereine und Museen) ist die deutsche Szene auch Produktionsort dieser jüngsten Kunst. Drei zentrale Aspekte stehen im Vordergrund der Ausstellung und der Künstlerinnen und Künstler: erstens Raum im Sinne von Produktionsort, Standort und Umfeld; zweitens Zeit im Sinne von Arbeitsprozess, Erzählung und Geschwindigkeit; drittens Produktionsstruktur im Sinne von Kooperation und Netzwerk. Ephemere Kunstformen und raumbezogene Installationen boomen und Künstlerinnen und Künstler schaffen blogs, Offspa ces und Freiräume für jede Art von Aktivitäten. Die Erweiterung ihrer globalen Mobilität, die Zugehörigkeit zu verschiedenen Künstlergruppen sowie die Teilnahme an einem fordernden Kunstmarkt sind weitere Aspekte eines vielfach beschleunigten Schaffens. D iese Entwicklungen stellen virulente Fragen: Welche Rolle spielt es in der zeitgenössischen Kunstproduktion, den Kontext ihrer Entstehung sichtbar zu machen? Inwiefern haben sich die geografischen Koordinaten der Produktion im Rahmen digitaler Kommunikatio n und virtueller Vernetzung ausdifferenziert

Sprengel Museum
Kurt-Schwitters-Platz 1
30169 Hannover
Ö: Dienstag 10 - 20 Uhr Mittwoch bis Sonntag 10 - 18 Uhr
Führungen So 11.15 Uhr
Audioguide 1 Euro

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