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Dresden
Stadtmuseum

Ausstellungen

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Mit Teddy durchs Dresdner Spielzeugland
bis 4. März 2018

Wo kauften die Dresdner einst ihr Spielzeug und welches Spielzeug wurde in Dresden hergestellt? Das fragt die Ausstellung zu Dresdner Spielwarenherstellern und -händlern des 20. Jahrhunderts. Große und kleine Teddybären des Dresdner Sammlers Lutz Reike führen als Reiseleiter durch das Dresdner Spielzeugland. Sie begleiten die Besucher zum Geschäft B. A. Müller, das sich einst selbst als "Deutschlands größtes Spielwarenhaus" bezeichnete, und in Spielwarenabteilungen späterer Zeiten. Außerdem geben sie Einblick in Dresdner Werkstätten, Fabriken und Verlage, in denen beispielsweise Zinnfiguren von Georg Heyde, Handpuppen von Curt Meißner, Brettspiele von Hugo Gräfe und Autorennbahnen von VEB Prefo entstanden.

Fred Stein. Dresden – Paris – New York
28. April bis August 2018


Berühmt sind die Personen, die er fotografierte, doch zu wenig bekannt ist der Name des Fotografen: Fred Stein gehört zu den Pionieren der Kleinbildfotografie der 1930er und 1940er Jahre. Das fotografische Oeuvre des Quereinsteigers ist ein bewegendes und bewegtes Zeugnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts; er schuf beeindruckende Ansichten von Städten und Menschen. Im Jahr 1909 als Sohn eines Rabbiners in Dresden geboren, war der überzeugte Sozialist nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 gezwungen, seine Heimatstadt zu verlassen. Infolgedessen musste sich der angehende Jurist beruflich neu orientieren. Unter dem Vorwand einer Hochzeitsreise floh er 1933 mit seiner Frau Lilo nach Paris. Das gemeinsame Hochzeitsgeschenk, eine Leica-Kleinbildkamera, wurde zum Schlüssel für seine zweite Karriere. In der Not der Flucht und Emigration offenbarte sich sein herausragendes Talent als sensibler Porträt- und Straßenfotograf. Zunächst im Pariser und nach 1941 im New Yorker Exil spürte Fred Stein auf seinen Streifzügen durch die Großstadt – einem "Ethnologen des urbanen Raums" gleich – den besonderen Augenblicken und der Poesie der Metropolen nach. Als stiller Beobachter hielt er in seinen Bildern typische Szenen und Orte sowie das Besondere des Lebens der Großstädter fest. In vergleichbarer Art und Weise zeugen die von ihm gefertigten Porträtaufnahmen von jener unaufdringlichen Nähe, mit der er sich den Menschen und damit ihrem Wesen näherte. Die Liste der Porträtierten liest sich wie das "Who is Who" des 20. Jahrhunderts: Hannah Arendt, Albert Einstein, Willy Brandt, Arnold Zweig, Egon Erwin Kisch, Bertold Brecht, Marlene Dietrich, Salvador Dalí, Martin Buber, Thomas Mann. Seine Fotografien zeichnen sich durch tiefe Menschlichkeit und einen hintergründigen Humor aus. Als humanistisch gesinnter Intellektueller bewahrte er sich immer den Blick für das Ganze – er fotografierte mehr als nur den perfekten Augenblick. In seinen Bildergeschichten erweist sich Fred Stein als meisterhafter Fotograf der Moderne mit einem einfühlsamen Blick auf Umgebung und Mitmenschen. Das Stadtmuseum Dresden würdigt mit der Sonderausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit Freds Sohn Peter Stein entstanden ist, das Werk des aus Dresden stammenden Fotografen.

Stadtmuseum
Wilsdruffer Str. 2
01067 Dresden
Besuchereingang: Landhausstraße.
Tel.: 0351/5649631
Öffnungszeiten
Di - Do und Sa / So 10 - 18 Uhr, Fr 10 bis 19 Uhr (Freitags, außer Feiertags ab 12 Uhr: Eintritt frei)

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