DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Ausstellungsorte in Dresden: Gemäldegalerie Alte Meister / Grünes Gewölbe / Verkehrsmuseum / Städtische Galerie / Stadtmuseum / Albertinum / Militärhistorisches Museum der Bundeswehr / Deutsches Hygienemuseum

Dresden
Deutsches Hygienemuseum


Ausstellungen

Ausstellungen

Das Gesicht. Eine Spurensuche
bis 25. Februar 2018

Gesichter sind im täglichen Leben so selbstverständlich, dass wir ihre erstaunlichen Qualitäten kaum noch wahrnehmen. Wir begegnen ihnen nicht nur von Angesicht zu Angesicht, sondern auch im Internet, im Speicher von Digitalkameras und Smartphones, in Datenbanken privater oder staatlicher Institutionen, auf Plakaten, Kinoleinwänden und Fernsehschirmen. Der seit etwa 800 Jahren andauernde Siegeszug des Gesichts ist eng mit der Geschichte medialer Entwicklungen verknüpft. Mit der Renaissance-Malerei beginnen Bilder als Ausdruck und Bestätigung von Individualität immer wichtiger zu werden. Dabei kann kein Bild die direkte Begegnung ersetzen. Doch Bilder eröffnen Möglichkeiten, die "echte" Gesichter nicht bieten: Mit dem dauernden Stillstellen wird das eingehende Studieren von Gesichtszügen und -ausdrücken möglich, die Kontrolle über die Erscheinung und teilweise auch die Verbreitung der Motive. Auch die heute möglich gewordene umfassende Erforschung mimischer Ausdrücke, das Identifizieren von Verdächtigen und Verbrechern - oder einfach jedem Menschen im öffentlichen Raum - basiert auf Bildern und Videos von Gesichtern. Gleiches gilt für Erinnerungsrituale und nicht zuletzt für die digitale Selbstdarstellung durch Selfies, Profilbilder und Aufnahmen, die andere vom eigenen Gesicht produzieren und online stellen. Die im Ausstellungstitel angekündigte Spurensuche setzt hier an: bei der Produktion von Bildern und Dingen, die dazu beitragen, dass das menschliche Gesicht nicht mehr allein für den Menschen schlechthin steht, sondern auch zur Ressource für die unterschiedlichsten Interessen werden konnte. Wird das Gesicht letztlich zur

TIERISCH BESTE FREUNDE. ÜBER HAUSTIERE UND IHRE MENSCHEN
28. Oktober 2017 bis 1. Juli 2018

r Nachdem sich das Deutsche Hygiene-Museum 2002 schon einmal dem Mensch-Tier-Verhältnis gewidmet hatte, sollen in der kommenden Sonderausstellung speziell unsere Haustiere in den Fokus gerückt werden. Während Nutz- und Arbeitstiere weitgehend aus Groß- und Kleinstädten verschwunden sind, kommen die meisten Menschen heute fast nur noch mit Heimtieren in Berührung. Die Ausstellung geht davon aus, dass diese vom Menschen gleichermaßen geliebten wie dominierten Lebewesen unsere Umwelt und unseren Alltag entscheidend mitbestimmen. Neben faszinierenden Tierpräparaten, historischen Dokumente und Objekten der Alltagsgeschichte wird die Ausstellung auch historische und aktuelle Kunstwerke präsentieren. Im Zentrum steht die Frage, was der Umgang des Menschen mit seinen Heimtieren über ihn selbst und sein Verhältnis zu anderen Menschen und zur Natur insgesamt aussagt. Dabei soll auch gezeigt werden, welche Eigenschaften oder Zuschreibungen es den Heimtieren ermöglichen, zentrale soziale Funktionen für ihre Menschen zu übernehmen. Das Publikum wird in der Ausstellung erleben, wie die vielen verschiedenen Heimtierarten entstanden sind und wie sich unsere Auffassungen vom Tier so verändert haben, dass die Heimtierhaltung in den zurückliegenden Jahrzehnten zu einem gesamtgesellschaftlichen Phänomen werden konnte. Auf der Basis aktueller Befunde aus den Natur- und Geisteswissenschaften soll aber auch ein Perspektivwechsel vorgenommen werden: Wie nehmen die verschiedenen Heimtierarten umgekehrt den Menschen wahr? Wie ist es um die Tierrechte bestellt und welche ethischen Positionen zur Heimtierhaltung werden heute diskutiert? Ein Ausblick wird zeigen, welche alternativen Modelle des Zusammenlebens von Mensch und Heimtier schon heute praktiziert werden.

Stiftung Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden
http://www.dhmd.de

zur Gesamtübersicht Ausstellungen

Twitter
RSS