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DIE AHR: Unterwegs von der Quelle bis zur Mündung

Neben einem historischen Abriss, einschließlich des Themas Weinbau, findet der Leser in den einleitenden Kapiteln auch den Hinweis auf dem Rotweinwanderweg und den Ahrradweg, auf die sich die Autoren konzentrieren. Der außerdem existierende Ahrsteig wird nicht behandelt!

Barbara und Hans Otzen: Die Ahr: Unterwegs von der Quelle bis zur Mündung

Ausgangspunkt der Ahrexkursion ist Blankenheim mit der oberhalb des Ortes thronenden Trutzburg und der Ahrquelle im Keller eines Hauses von 1726. Man erfährt Wissenswertes über den sogenannten Tiergartentunnel und die Römervilla am Ort. Dass nicht nur im Anhang zur Abhandlung von Blankenheim ein Infoteil mit Hinweisen auf Unterkünfte, Museen und Gastronomie angefügt ist, sondern auch in den anderen Kapiteln sei vorweg angemerkt. Ob man nun das Karnevalsmuseum Blankenheim besucht oder beim Karnevalssamstag zugegen ist, das entscheidet jeder nach seinem Gusto. Sakrale Baukunst hier und da, ob in Alendorf oder Dollendorf, wird ebenso vorgestellt wie kurz und knapp das Wacholderfest in Alendorf. Vom Hüttenwesen und von der Herstellung von Stabeisen erfährt man in Ahrhütte. Wer mit Kindern unterwegs ist, für den ist der Tipp eines Besuchs des Schmetterlingsgartens Gold wert. Und für derartige Tipps haben die Autoren auch die entsprechenden Links im Netz aufgeführt.

Links und rechts von Ahrradweg und Rotweinwanderweg gibt es so manches Kleinod zu entdecken, so auch das Ahbachtal unter anderem mit dem Wasserfall Dreimühlen. Ein weiterer Tipp gilt dem Arenberg, Beispiel für den Vulkanismus in der Eifel. Den einen oder anderen mag es auch zur ehemaligen Kommende des Johanniterordens von Adenau verschlagen, ein weiterer Ausflugtipp der Autoren.

Fachwerkarchitektur kann man in fast jedem Ort an der Ahr finden, so auch in Hönningen. Ein Tipp für Biker ist das hiesige Café Fahrtwind. Sind wir nicht eigentlich mit dem Rad und per Pedes unterwegs?

Einen Zwischenaufenthalt wert ist die Höhenburg Kreuzberg einschließlich des Ensembles des Verwalterhauses aus dem 18./19. Jahrhundert. Wer sich für Sakralarchitektur interessiert, der besucht die auf einer Anhöhe oberhalb der Ahr gelegene St.-Maternuskapelle in Altenburg. Ein Hingucker auf dem weiteren Weg ist die Burg Ahr oberhalb einer Ahrschleife bei Altenahr. Von hier aus lohnt sich die Wanderung durch die Felsenlandschaft des Langfigtals, die etwa eine Stunde in Anspruch nimmt, so die Autoren des Ahr-Reiseführers.

Mit Siebenmeilenstiefeln geht es dann nach Marienthal, umgeben von Weinbergterrassen. Das gleichnamige Kloster lädt zum Verweilen ein, vor allem für eine Verkostung von Spitzenweinen, bei schönem Wetter auch im romantischen Klostergarten.

Ein besonderes Kapitel bundesdeutscher Geschichte finden wir mit dem Regierungsbunker Bad Neuenahr-Altenahr. Bereits 1955 begannen die Überlegungen der Schaffung eines atombombensicheren Bunkers für die Verfassungsorgane der Bundesrepublik. Wo einst V2-Raketen zusammengestellt wurden, sollte nach baulichen Erweiterungen 3000 Mitarbeiter einen Monat lang einen Atombombenangriff überleben. Benötigt wurde der Bunker zum Glück nicht, sodass 1997 der Rückbau begann. Heute ist in dem Relikt des sogenannten Kalten Kriegs eine Dokumentationsstätte untergebracht, die besucht werden kann.

Bad Neuenahr sollte man sich nicht nur wegen der Geschichte des Apollinaris-Brunnens, sondern auch wegen der Jugendstilarchitektur des Kurhauses nicht entgehen lassen, so das Autorenehepaar. Dieses bringt uns schließlich mit sehr viel Sachkenntnis über Lantershofen, Heppingen, Heimersheim und Bad Bodenhof bis in die Nähe von Remagen, wo die Ahr in den Rhein mündet. Zum Schluss: Das Kartenmaterial im Buch dient lediglich der groben Orientierung. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wenn er an der Ahr unterwegs ist, besorgt sich am besten die Kompass-Karte Bonn/Ahrtal im Maßstab 1:35000.

© fdp

Barbara und Hans Otzen: Die Ahr: Unterwegs von der Quelle bis zur Mündung, Grenzechoverlag Eupen, 160 Seiten, ISBN978-3-86712-155-2, 15,00 €

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