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"Rauch mit Donner". Schon zehn, fünfzehn Kilometer stromaufwärts, dort, wo der Zambesi River sich noch gemächlich wie ein grauglitzerndes Band durch die Urwaldlandschaft von Zimbabwe schlängelt, hört man an windstillen Tagen ein stetiges, fernes Grollen. Wie Donner in einem Gewitter, das nie endet. Kein Strudel deutet darauf hin, auch noch fünfhundert Meter vor den Fällen nicht, daß der viertlängste Fluß Afrikas sich zu den spektakulärsten Wasserfällen des Kontinents verwandelt, wo in einer Minute 550 Millionen Liter Wasser mit ohrenbetäubendem Getöse in die Tiefe stürzen. "Welch unvergeßliches Erlebnis" schrieb 1918 Seraphine de Beauchamps an ihre Verwandten in Paris und sie beschreibt, wie das Wasser an fünf verschiedenen Stellen in dichten Kaskaden über die Felsen stürzt, sich in Nebel aufzulösen scheint, weil die Gischt so dicht ist, daß man die Fluten nicht mehr fallen sieht, und wie die Sonne einen strahlend bunten Regenbogen über den Abschnitt der Rainbow Falls spannt.

Madame de Beauchamps gehörte zu einem kleinen Kreis priviligierter Europäer, die das finanzielle Vermögen besaßen, im damaligen Rhodesien zu reisen, und ihre Clique residierte während ihres Aufenthaltes, genau wie alle anderen Reiseparties zu dieser Zeit gegegenüber der Fälle. Dort, wo damals schon und heute noch immer das Victoria Falls Hotel wie ein streng gefaltetes dreiteiliges Sofakissen in einem üppig angelegten Park mit immergrünem Rasen liegt. Von der Terrasse betrachtet, also in Sichtweite donnert der Victoria Wasserfall zu Tal und dabei steigt die Gischt wie in Säulen auf, wie "Rauch".



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