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Während die Seele träumt, tankt der Körper auf

Wellness: Das große Wohlfühl-Special

Kleopatra badete in Stutenmilch, sagt man, Venus in perlenden Wässern. Picasso pflegte seine Lieblingsmodelle, bevor er sie malte, mit Champagner zu übergießen und so manche Diva nahm für sich in Anspruch, einmal wöchentlich in der moussierenden Köstlichkeit baden zu wollen. Wir alle kennen die entspannende Wirkung des Prickelns von Sauerstoff auf nackter Haut und die sinnlichen Empfindungen, wenn duftende Öle darüber fließen.

Bis diese Bekenntnisse zu einem intensiven Körpergefühl auch in deutschen Landen gesellschaftsfähig wurden, dauerte es einige Zeit, doch seit einigen Jahren nun bergen auch hier zu Lande die Magien der Wellness-Kultur keine Geheimnisse mehr. Beauty und Wellness sind Schlagworte eines neuen Lifestyles, der sich schon lange nicht mehr auf Aktivitäten in Sportvereinen oder Fitnessclubs beschränkt. Die Schönheits- und Wellness Kultur schickt ihre Anhänger zu Kuren für Leib und Seele, denn dass nur schön sein kann, wer sich wohlfühlt, ist keine Binsenweisheit.

Eines der Synonyme für Wellness ist Ayurveda, die aus Indien älteste überlieferte Medizinlehre der Welt, doch auch die Aromatherapie wurde bereits vor Jahrtausenden praktiziert. Body-Wrapping, die Farblicht-Therapie, Fünf Tibeter oder Waterbalancing – das Lexikon der Wellness-Vielfalt ist umfangreich und in der Folge dieses Specials nachzulesen. Jenny Kreyssig hat es erstellt.

BaliAuf diesem Weg hat es Hilke Maunder und Doris Burchard gleich ganz weit weg verschlagen. Wohl scheint sich Doris Burchard bei ihrem Aufenthalt auf Bali gefühlt zu haben. Die Rituale der Wohlfühltherapien und ihre sanften Anwendungen sind uralte Tradition auf der indonesischen Insel. Umso intensiver ist das Erlebnis dieser Kultur.

USAHilke Maunder hingegen entschwand in die Moderne: In eine Welt aus Schokokuren und –Kakaobädern made in USA. Was auf den ersten Blick ein wenig bizarr anmutet, macht Sinn. Schokolade beruhigt die Nerven, das wissen wir doch. Warum sollte ein Bad in Kakao also nicht den gleichen Effekt haben? Da ist die Sache mit den Hot-and-Chilly-Gewürzpasten auf der Haut vielleicht schon ein bisschen schräger – aber helfen soll es auch, und das nicht nur hart gesottenen Cowboys in Texas.

HamamApropos hart gesottene Cowboys: Ist es wohl Zufall, dass dieses Special allein aus Texten von Autorinnen besteht? Ist diese spezielle Einfühlsamkeit, die Sinnlichkeit des Themas Wellness Frauensache? Ein deutliches Nein zur zweiten Frage, denn die Wohlfühl-Kultur hat längst auch die abendländische Männerwelt für sich entdeckt. Eines ihrer Dorados sind Hamam, diese Dampfbäder, die man aus Urlauben in der Türkei und im gesamten Orient kennt. Dass dieses wohlige Lebensgefühl sich nun auch in unseren Breiten etabliert hat, beweist die Recherche von Beate Schümann: Hamam in Deutschland. Übrigens sollte an dieser Stelle nicht der Eindruck entstehen, dass der Besuch eines Hamam reine Männersache ist. Oh nein!

Day SpasUnsere Gesellschaft teilt sich das spezielle Lebensgefühl. Man hat bei einigen Wellness-Tempeln gar den Eindruck, dass sie von gestressten Wohlstandsmenschen gar in einer ausgedehnten Mittagspause zu besuchen sind, entspannender aber ist´s aber zum Feierabend. Doris Burchard hat den Day-Spas der Großstädte einige Besuche abgestattet und ihr Bericht macht viel Lust, sich auf die Erfahrung „Ausspannen und fit für den Alltag“ einzulassen.

F.X. Mayr-KurBisher war allein von Verwöhnkursen die Rede, und wird es anschließend auch wieder sein. Doch muss man auch einen Blick auf die nicht ganz so schmusigen Varianten dieses Genres wagen, zum Beispiel auf die F.X.Mayr-Kur. Da ist anfänglich nicht viel mit „streichelnden Massagen“ oder „exquisiter vegetarischer Kost“. Nach F.X. Mayr wird der Darm des Kurenden zunächst allmorgendlich mit Bittersalz gefegt, hernach gibt’s trockene Brötchen und Wasser zu den Mahlzeiten. Doch gemach: Was sich anhört wie das Gegenteil von Wellness ist auch ein Weg zum ganzheitlichen Wohlfühlen, ein anderer eben. Einer, bei dem man den Körper zum TÜV bringt, wie Beate Schümann die Prozedur benennt.

Bad RagazNun, laut Jenny Kreyssig, die sich in deutschen und österreichischen Landen umschaute, hat Kuren zum Wohlfühlen doch auch in unseren Breiten schon Tradition. Sicher, die Mönche, die die heilende Kraft der Wässer von Bad Ragaz schon 1242 zum Kuren anpriesen und auch der berühmte Badearzt Paracelsus, der knapp dreihundert Jahre später an gleicher Stelle das Baden in diesen Wässern so manchem Kranken verschrieb, diese Herren hatten – wir nehmen es einfach mal an – wahrscheinlich nicht die Schönheit der Patienten als Resultat ihrer medizinischen Bemühungen im Sinn und auch die Ausrichtung auf den seelischen Zustand der Bedauernswerten war damals noch nicht en vogue, doch nahm das Wohlfühl-Kuren hier seinen Anfang in Europa, ebenso wie in Bad Wörishofen oder Spa. Doris Burchard und Ulla Ackermann berichten über diese Enklaven des Wohlergehens.

Bad BlumauDass Sinnlichkeit viel mit Wellness zu tun hat, darüber sprachen wir schon, dass auch künstlerisches Erleben diesem Aspekt zugute kommt, ließ man in Bad Blumau wirken, in fruchtbarer Koexistenz mit Friedensreich Hundertwasser. Wellness im größten bewohnbaren Gesamtkunstwerk des Künstlers – Hilke Maunder ließ sich einfangen vom Wohltun in dieser Wellness-Oase der ganz besonderen Art.

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