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Cowboys, Rinder und glühende Brandeisen - das Leben der Llaneros

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Nur einmal im Jahr werden die Herden zusammengetrieben, um die Kälber zu zählen und mit dem Brandzeichen zu versehen. Wie im Wildwestfilm fangen Cowboys das Jungvieh mit dem Lasso ein, wobei kein Wurf sein Ziel verfehlt. Im Handumdrehen sind die Kälber an den Füßen gefesselt und zum Gatter getragen. Alles geht mit roher Gewalt vor sich und das Blöken der Kälber wird mir nahezu unerträglich. Hinter uns lodert das Feuer, die Brandeisen haben bereits ihre glühend rote Färbung erreicht. Mit jedem Stoß des heißen Metalls schreien die jungen Tiere erneut auf und der Gestank von verbrannter Haut legt sich über die Arena. Doch damit nicht genug, mit einem langen Messer schneidet ein anderer Llanero tiefe Kerben zur Markierung ins Ohr der Kälber, bis Blut fließt.

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Zum Abschluß dann noch eine Spritze von gut 20 Zentimetern Länge in den Oberschenkel. Keine zehn Minuten dauert die Aktion, dann stehen die Kälber wieder auf den Beinen und werden zur Herde entlassen. Mir hat der Anblick ein flaues Gefühl im Magen verursacht, doch die Cowboys grinsen zufrieden und stecken sich eine Selbstgedrehte an.

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