Reisemagazin schwarzaufweiss

Reiseinformationen zu South Dakota u. Wyoming

Anreise:
Wer auf die Hauptreisezeit angewiesen ist, sollte sich rechtzeitig um einen günstigen Flug bemühen. In der Nebensaison locken viele preiswerte Angebote. Die Condor beispielsweise, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa, fliegt jeden Freitag ab Frankfurt nach Denver mit Zwischenstop in Las Vegas. Anschlußflüge von allen großen Flughäfen.

Einreise:
Für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen reicht ein Reisepaß mit einer Restgültigkeit von sechs Monaten, sowie ein Rückflugticket. Verboten ist u.a. die Einfuhr von Obst, Gemüse, Lebensmitteln etc.

Auskunft:
Mitglieder des ADAC erhalten bei ihrer Zweigstelle einen kleinen Länderführer USA und Karten, die für eine grobe Planung sehr nützlich sind.

Indianer:
http://www.indianer-welt.de/ Hier findet man eine Fülle an Information zu den verschiedensten Indianerstämmen, erfährt viel über ihre Traditionen. (Deutsch)
http://www.wolfgangstohr.de/deutsch/frame.html Viel Hintergrund zu der Region, die in diesem Artikel beschrieben ist. (Deutsch)
http://www.indiancountry.com/ Eine Zeitschrift, die von Indianern herausgegeben wird.(Englisch)
http://www.nativechild.com/resources/ Hier beschreibt ein Deutscher, seine Erfahrungen über 20 Jahre bei den Indianern – unbedingt vorher mal reinschauen.

Organisierte Touren mit Indianern:
Wer sich das Land der Indianer, der Sioux bzw. Lakota von einheimischen zeigen lassen möchten, heilige Orte wie den Bear Butte, Wounded Knee aber auch die Badlands und die Black Hills erleben will, kann sich an Rose Mesteth wenden. Sie ist eine Vollblut Lakota vom Stamm der Oglala und in der Tradition ihres Volkes erzogen. Waktakuwni, wie sie mit indianischem Namen heißt, bietet Tagestouren und längere Ausflüge in der Region an. Sie weiß sehr viel über die heiligen Orte ihrer Vorfahren zu erzählen und es ist eine Freude ihr zu lauschen. Näheres unter Email mesteht@dtgnet.com

Kunstwerke direkt vom Bildhauer:
James Under Baggage, ein Oglala Sioux, lernte bereits mit 13 Jahren von seinem Großvater, wie man den heiligen roten Stein, aus dem die „Friedens Pfeifen“ hergestellt werden, bearbeitet. Inzwischen verwendet der Künstler für seine wunderschönen Skulpturen auch Materialien wie Alabaster, Holz und Knochen. Mit seinen Kunstwerken hat er bereits mehrere Preise gewonnen. Er verkauft gerne direkt an Interessenten und führt seine Besucher auf Wunsch auch durch das Pine Ridge Reservat, in dem er aufgewachsen ist. Tel. (001) 605 433 5352

Wohnmobil mieten:
Bei Wohnmobilen ist Cruse America Marktführer in Nordamerika. Buchung in Deutschland über jedes größere Reisebüro. Die große Flotte wird ständig erneuert und erweitert, so daß die Fahrzeuge nur selten älter als drei Jahre sind. Wohnmobile dürfen nicht am gleichen Tag der Ankunft übernommen werden, d.h. daß nach der Ankunft eine Übernachtung im Hotel erforderlich ist. Der Transfer vom Hotel nahe dem Flughafen zur Mietstation ist in der Regel im Preis enthalten. Der deutsche, österreichische oder schweizerische Führerschein ist für die USA ausreichend. Der internationale wird empfohlen. Der Fahrer eines Wohnmobils muß mindestens 21 Jahre alt sein.
Als Kaution ist eine Kreditkarte erforderlich oder Traveller-Schecks. Die Campingausstattung kann gegen Aufpreis gemietet werden. Im Grundpreis der ersten Woche sind jeweils 500 Freimeilen enthalten. Weitere Meilen können im Paket zu 500 Meilen gebucht werden.
Tip: kalkulieren Sie ihre Reiseroute im Voraus so gut wie möglich, denn gefahrene und nicht im Voraus gebuchte Meilen werden bei der Rückgabe des Fahrzeugs mit einem höheren Preis angerechnet.
Wer nicht auf die Hochsaison angewiesen ist, mietet um einiges günstiger.

Nationalparks:
Die großartigen Landschaften der USA sind meist in Nationalparks oder National-Monuments geschützt. Hier gelten besondere Regeln und die Ranger wachen über die Einhaltung. Die Nationalparks kosten Eintritt und das kann bei einer großen Runde sehr ins Geld gehen.
Tip: Die »Golden Eagl Card« gilt für alle Nationalparks. Eine Investition, die sich auf der beschriebenen Reise schnell bezahlt macht. Die Karte kann man am Eingang jedes Nationalparks kaufen. In vielen Nationalparks werden abends Vorträge von den Rangern zu Themen des Parks gehalten. Im Visitersenter werden nicht nur Souvenirs verkauft, sondern auch Informationen zum Park vermittelt.

Campingplätze:
Campen ist in den USA sehr beliebt. Ketten wie KAO sind über das ganze Land verteilt. Zelten ist mehr den Hikern vorbehalten. Wer in Nordamerika mobil Urlaub macht, ist meist mit einem Wohnmobil, auch RV genannt, unterwegs. Campingplätze die sich darauf eingerichtet haben heißen deshalb RV-Parks. Hier finden sie auf den Stellplätzen Anschlußsysteme für Wasser und Abwasser, d.h. dicke Schläuche, die nach dem »huck-on« Prinzip an das Wohnmobil angesteckt werden. Meist gehört ein Swimmingpool zum Platz und manchmal auch ein Spielplatz. Viele RV-Parks sind allerdings nahe den Straßen gelegen und daher laut.
In fast jedem Nationalpark sind auch Campingplätze vorhanden.

Geld:
Mit den Plastikkarten kann man fast alles bezahlen, nur keinen Hamburger. Selbst das Telefonieren geht kaum noch ohne die vielen Nummern der Kreditkarte. Am zweckmäßigsten sind Kreditkarten, von Unternehmen, die in den USA weit verbreitet sind wie z.B. Visa, Euro/Mastercard, American Express und Diners Club.
Reiseschecks werden in den meisten Geschäften wie Bargeld betrachtet. D. h. daß man damit seinen Einkauf bezahlen kann und das Wechselgeld zurück bekommt.

Tanken:
Als »gas station« wird eine Tankstelle bezeichnet und »gasoline« bzw. kurz »gas« nennt sich das Benzin. »Regular Unleaded« ist bleifreies Normalbenzin, das in der Regel alle Mietwagen, auch Wohnmobile brauchen. Diesel heiß in den USA »Gasoil«. Mit »oil« wird Motorenöl bezeichnet.
Die Benzinpreise schwanken je nach geographischer Lage, den Steuern im jeweiligen Staat etc. Die Preise beziehen sich auf eine Gallone (3,79 Liter). Motorenöl hingegen wird als »quarts« also einer viertel Gallone (etwa ein Liter) verkauft.

Maßeinheiten:
1 foot = 12 inches = 30,5 cm
1 yard = 3 feet = 91,5 cm
1 mile = 1,609 km
1 ounce = 16 drams = 28,35 g
1 pound = 16 ounces = 453,59 g
1 quarter = 12 pounds = 12,70 kg
1 pint = 0,47 l
1 quart = 2 pints = 0,95 l
1 gallon = 8 pints = 3,79 l
1 atü = 14 psi

Literaturhinweise

Lakota Woman – Geschichte einer Sioux Frau von Mary Crow Dog und Richard Erdoes. In dem Buch erzählt Mary Crow Dog ihre Lebensgeschichte, berichtet über die Verhältnisse wie sie aufgewachsen ist, über die schlimmen Zeiten im Internat bis hin zu Wounded Knee. Das Buch gibt eine sehr guten Eindruck vom Leben im Reservat.

Ohitika Woman. In diesem Taschenbuch setzt Mary Crow Dog ihre Lebensgeschichte fort.

Häuptling Dull Knife – Die Geschichte einer Siouxfamilie. Aufgeschrieben von Joe Starita. Knauer Verlag.
Eindrücklich werden die letzten 150 Jahre in der Geschichte der Lakota anhand drei Familien beschrieben. Es ist beschämend zu erfahren, wie sich das Leben von einem stolzen Häuptling zu einer armen Familie im Reservat entwickelt.

Baxter Reiseführer: Der Westen, von Rosmarie Dzygoluk, Rail-Europe Verlag, Vertrieb durch GeoCenter.
Viel Hintergrund, praktische Informationen und Telefonnummern von Campingplätzen.

Straßenkarten sind in den USA günstiger. Wer in Deutschland sein Wohnmobil beispielsweise über CA Ferntouristik mietet, bekommt einen dicken Autoatlas kostenlos. Für South Dakota ist die »official highway map« unverzichtbar.

 

Reisemagazin schwarzaufweiss

 

Das könnte Sie auch interessieren

.

 

Kurzportrait USA

Reisen durch die Vereinigten Staaten heißt reisen durch einen Kontinent, durch eine ganze Welt. Entsprechend vielfältig sind die touristischen Möglichkeiten zwischen Städtetour und Badeurlaub, Abenteuertrip und Sporterlebnis.

New York - Freiheitsstatue

Mehr lesen ...

Colorado als Paradies voll historischer Eisenbahnen

Colorado ist nicht zuletzt das Land der Berge und höher kommt der „normale“ Tourist nirgendwo. Doch auch die Bahnen geizen nicht mit Höhe. Zumeist spielt sich eine Tour durch die Bergwelt zwischen 2.000 und 3.00 Meter Höhe ab. Eigentlich schon ein Bereich, wo die Luft knapp werden kann, doch der Gewöhnungseffekt setzt schnell ein. Zwar steht die schmucke Lok der Museumsbahn schon unter Dampf, doch bleibt bis zur Abfahrt noch Zeit. Eine gute Gelegenheit für die Bahnfans auch mal abseits der Bahn Geschichte zu schnuppern. In Crepple Creek schein die Zeit still zu stehen.

Colorado mit dem Zug

Mehr lesen ...