Reisemagazin schwarzaufweiss

Außergewöhnliche Berge erheben sich aus der Prärie

Bevor wir South Dakota nach Westen verlassen, planen wir bei Sturgis noch den Schlenker zum Bear Butte ein, zum heiligen Berg der Lakota. Mitten aus der Prärie ragt der Berg 300 Meter hoch auf. „This mountain is a dynamic and living cathedral“ - steht es am Eingang des Nationalparks geschrieben. Täglich kommen die Menschen hier her um zu beten. Die Indianer sind nach wie vor eng mit der Natur verbunden und haben ein anderes Verständnis von heiligen Orten. Durch die Missionare wurde ihnen zwar das Christentum nahegebracht, doch ist es für die meisten nicht der Weg in der Kirche zu beten. Sie beten an solchen Plätzen zu Tunkaschila, dem Schöpfer. Ihre prayer sprechen sie dabei in Tabak, der ihnen als heilige Pflanze gegeben wurde (erst der Weiß hat daraus ein profitables Genußmittel gemacht). Der Tabak wird in bunte Stoffe eingebunden und an Bäume und Sträucher gehängt, damit die Worte durch den Wind ihren Adressaten erreichen.
Schon sehr früh steigen wir mit großer Achtung und schweigend zum Summet hinauf, begleitet von den vielen Gebetsfahnen. In einer Felsspalte stecken Adlerfedern - auch hier hat jemand gebetet. Zwischen schwarzen Baumgerippen, die bis zum Gipfel reichen, wächst Salbei, eine Pflanze, die die Indianer zum Räuchern verwenden, um damit Räume oder ihren Körper von negativen Energien zu reinigen.

Der Ausblick von der Holzplattform auf dem Gipfel ist gigantisch. Von hier können wir weit in die Plains schauen. „Im Sommer 1996 stand der ganze Berg in Flammen“ erklärt uns eine Rangerin , angesprochen auf die verkohlten Sträucher. „Ein Feuer, daß nur im Visionscamp brennen darf, wurde nicht richtig gelöscht und der Wind hat die Flammen schnell um den ganzen Berg getragen“. „Visionscamp?“ Frage ich nach, „was ist denn das?“ „Ja“ sagt sie zögernd „die Visionssuche gehört bei den Lakota neben dem Sonnentanz, der Pfeifenzeremonie und der Schwitzhütte zu den sieben heiligen Ritualen. Vier Tage und vier Nächte ist der Visionssuchende dann ohne Essen, ohne Trinken »auf dem Berg«, wie sie sagen., d.h. in der Natur, um zu danken, zu bitten und in Kontakt mit den Spirits, dem großen Geist, zu kommen. Botschaften, die sie dort erhalten werden sehr ernst genommen und müssen auch umgesetzt werden, was nicht immer ganz leicht ist“. Beendet sie ihre kurze Ausführung. (mehr zu Indianern)

Wyoming / Devils Tower

Der Devils Tower in Wyoming

Ein anderer außergewöhnlicher Berg erhebt sich im Nachbarstaat Wyoming aus der Ebene. Der Devils Tower überragt wie ein Felsenkegel einige hundert Meter den Waldrand. Gegen eine Eintrittsgebühr, die wir bei dem Ranger am Parkeingang entrichten, kommen wir mit unserem Camper dicht an den Berg heran, doch um auf den Gipfel zu gelangen, müßten wir klettern. Bei dem »Teufelsturm« handelt es sich um einen erloschen Vulkankegel aus geschmolzenem Magma, der vor 60 Millionen Jahren ausbrach. Als Übernachtungsstützpunkt kommt uns der ruhig gelegene KOA-Kampground am Rande des Nationalmonuments gerade recht. Während wir uns im Campingstuhl entspannen und die Steaks auf dem Grill bewachen, nutzen die Kinder gleich nebenan die Gelegenheit für einen Ausritt.
Die Campingplätze sind in den Staaten perfekt ausgestattet. Mit dem Huk-on System ist unser Mobil schnell an die Wasser- und Abwasserleitung angeschlossen. Neben dem großen Gefrierfach und einem Backofen hat unser RV sogar eine Mikrowelle für die ganz schnellen Gerichte - Thats the american way of live!

Mit 350 Meilen bis zum Yellowstone National Park erwartet uns eine lange Tagesetappe, doch auch eine spannende, wie sich hinterher zeigt.

Von der Prärie in die Rockys

Schnurgerade führt die I 90 West durch die Prärie. Den Tempomat etwas über die vorgeschriebenen 75 Meilen eingestellt, das Radio aufgedreht, geht es flott dahin. Zwischendurch die freudigen Rufe der Kinder, die im Vokabeltrainer des Franklin Bookman wieder ein Lernspiel erfolgreich beendet haben. Soweit das Auge reicht nur karge Weiden, durchzogen von niedrigen Salbeibüschen, selten mal ein paar Kühe. Ab Buffolo wird’s Abwechslungsreicher: die Prärie ist immer wieder von kleinen Tälern durchzogen, es wird etwas grüner und am Horizont begleitet uns das Relief der Bighorn Mountains.

Wyoming / Boghorn Mountains

Bighorn Mountains (Wyoming)

Irgendwo dahinter liegt der legendäre Yellowstone N. P. Schon bald nachdem wir die Vierspurige verlassen haben geht es über Kehren in die Berge. Bis auf 9000 feet schraubt sich die Straße hinauf. Jetzt schlürft sich unser Achtzylinder super Luxusmobil soviel Sprit rein, daß sich die Tankanzeige zusehends gegen Null dreht - In Deutschland wäre so ein Motor der Ruin, doch bei den hiesigen Literpreisen schaut das anders aus.

Schnell wechselt die Landschaft zwischen Schluchten und Almen, zwischen Wasserfällen und kahlen Bergrücken. Endlich wird es auch kühler. Unsere Route führt von Osten in den Yellowstone über den 2600 Meter hohen Silver Paß, auf dem selbst im September noch Schnee liegen kann.

Entweder dem Geruch nach, oder den Menschen folgen - dort gibt es immer etwas zu sehen.

Kurz nach dem Yellowstone River, in dem die Angler bis zum Bauchnabel im Wasser stehen, riecht es nach Schwefel, faulen Eiern oder wie man es auch sonst beschreiben soll. Die ersten Geysire tauchen links der Straße auf. Die Bezeichnung »Mud Vulcano« könnte nicht besser sein: an verschiedenen Stellen brodelt und blubbert die Erde, graubrauner Schlamm wird hoch gedrückt, Dampf steigt aus Felsspalten empor. Im gesamten Yellowstone Nationalpark ist die Erdkruste so dünn, daß die heißen Gase an vielen verschiedenen Stellen zu Tage treten..

Yellowstone Nationalpark / Wyoming

Yellowstone Nationalpark

Vor über zehn Jahren hat ein Großfeuer zwischen Canyon Village und Norris getobt. Wie Mahnmale stehen die kahlen Stämme beiderseits der Straße. Doch was ist hier los? Warum parken da so viele Autos? Was suchen die Menschen dort? Neugierig halten auch wir an und bekommen schnell die drei »Elks« gezeigt, die es sich im jungen Grün gemütlich gemacht haben.

Yellowstone Nationalpark

... im Yellowstone Nationalpark

Bis auf Telereichweite lassen uns die stattlichen Hirsche heran. Als sich einer von ihnen erhebt gehen alle vorsichtig einige Schritte zurück. Gemütlich stolziert er über das Unterholz, zupft hier etwas Gras, dort einen Sprößling... Das man im Yellowstone viele Tiere sehen kann hatten wir ja gelesen, doch das wir so nah heran kommen, daß hatte keiner von uns erwartet.

Nach dieser Aufregung beschäftigt uns die Frage, wo wir heute ein Quartier mit unserem Mobilhome finden werden. Laut Reiseführer sollten wir in der Hauptsaison vorab einen Platz reservieren, doch so frei wie wir uns mit dem Camper bewegen, möchten wir heute nicht sagen wo wir morgen sind. Wir vertrauen auf unser Glück, auch wenn am Eingang in den Park bereits fünf Plätze als besetzt angeschrieben waren. Unser Optimismus wird am Norris Campground etwas getrübt »no vacency« Also weiter Richtung Norden. Am Indian Creak heißt uns ein engagiertes Rangerehepaar willkommen. Auf meine vorsichtige Frage, ob noch ein Platz frei sei kam ein selbstverständliches: „of course!“ Die Rangerin zeigt uns Platz Nummer 33 mit Picknickbank und Grill. Sie warnt uns gleichzeitig vor den Grizzly „Wir haben sehr viele Bären hier in der Gegend, doch wenn Sie kein Essen draußen stehen lassen, dann gibt es keine Probleme“ „Und wie ist es mit den Kindern“ hake ich schnell nach „die wollen im Zelt schlafen?“ „Dann sollten sie keine Creme oder Bonbons im Zelt lassen. Auch nach dem Zähneputzen das Wasser nicht auf den Boden schütten, damit Bären nicht durch den Geruch angezogen werden“. Ihr Wunsch nach einer Guten Nacht klingt nun fast schon ironisch in unseren Ohren. Mit dem Campground haben wir einen idyllischen Platz im lichten Pinienwald gefunden, natürlich belassen und die fehlende Dusche haben wir ja an Bord unseres Reisemobils. Grizzlybesuch hatten wir keinen!

Attraktionen am laufenden Band

Nach Mammoth Hot Spring kommen wir am nächsten Morgen gerade rechtzeitig, um zu beobachten, wie sich einige Hirschdamen mit ihren Jungen auf den Sinterterrassen niederlassen. Jetzt sind auch unsere Kinder froh so früh aufgestanden zu sein, denn zur Mittagshitze verkriechen sich die Tiere lieber im Schatten und zudem scheinen die Terrassen im Morgenlicht in den schönsten Farben.

Auf der Strecke nach Süden folgen nun die Geysire und Waterholes Schlag auf Schlag: Beeindruckt sind wir von den verschiedenen Pastellfarben der dampfenden Becken bei Norris. Ganz anders die Farbenpracht des riesigen Midway Geysir. An manchen Stellen schimmert er so verlockend türkis, daß wir am liebsten hineinspringen möchten. Der Steamboat Geysir kann 3-4 mal höher hinaus schießen als Old Faithful, allerdings sind seine Ausbrüche nicht so regelmäßig.

Yellowstone Nationalpark / Geysir

Welch ein Glück, daß wir bei der Weiterfahrt die Schleife zum Fire Hole Canyon gewählt haben. Nicht nur wegen der beeindruckenden Landschaft, in dem Fluß darf man auch schwimmen und das brauchen wir den Kindern nicht zweimal sagen.

Yellowstone Nationalpark / Thermalquelle

Insgesamt wurden etwa 10.000 Thermalquellen und ein paar Hundert Geysire im Yellowstone Nationalpark gezählt. Die größte Ansammlung an Geysire in der Welt konzentriert sich im Upper Geyser Basin mit dem Old Faithful als Höhepunkt. Um 4 Uhr 27 pm soll die nächste Eruption sein - so steht es zumindest an der Rezeption der Old Faithful Lodge angeschrieben. Durch große Fensterscheiben kann man von hier das Schauspiel bei einem Eis beobachten. Die meisten warten allerdings auf den Bänken direkt am Geysir. Bis zu 31.000 Liter heißes Wasser soll er in wenigen Minuten ausspucken, 30-50 Meter hoch, so jedenfalls beschreibt es das Faltblatt. Mit fünf Minuten Verspätung kommt er dann auch: erst vorsichtiges Blubbern, etwas Dampf und schließlich eine hohe Wasserfontaine vor strahlend blauem Himmel. Keine halbe Minute und der Spuk ist wieder vorbei - enttäuschtes Raunen geht durch die Reihen der Amerikaner, Japaner, Spanier, Franzosen, Deutsche... Waren die Erwartungen doch viel höher als 50 Meter?

Es ist erstaunlich, daß sich all die Geysire auf vergleichsweise bescheidene 900.000 Hektar beschränken oder anders ausgedrückt einer Länge von 100 km von Nord nach Süd und 86 km in Ost - Westrichtung. Schon im unmittelbar nach Süden angrenzenden Grand Teton Nationalpark brodelt und spuckt die Erde nicht mehr, hier erheben sich die Berge bis auf über 4000 Meter. Sehr schön ist die Silhouette von der Teton Park Road zu sehen, am Ostufer des Jackson Lake. Von Waldbränden wurde dieser Teil verschont.

Als Standquartier können wir uns nichts schöneres vorstellen, als den Campground neben der Signal Mountian Lodge. Direkt am Südausläufer des Sees gelegen. „Bevor ihr euch installiert, müßt ihr unbedingt noch die Straße zum Signal Mountain hinauf fahren. Die Stimmung ist besonders gegen Abend unvergleichbar“ empfiehlt uns der Campingwart an der Rezeption. Gesagt, getan. Wenige Meilen südlich zweigt links die Straße zum Aussichtsgipfel ab. Sie ist kurvig, doch der Blick aus 2314 Metern Höhe in alle Richtungen lohnt die Kurbelei. Johann entdeckt bald einen jungen Weißkopf-Seeadler, der sich mit der Thermik schnell in die Höhe schraubt. Und auf dem Boden beobachten wir durch das Fernglas ein Murmeltier, das sich vor seiner Höhle postiert hat. In den USA ist alles viel größer als »over seas« und das gilt nicht nur für Autos, auch für Murmeltiere.

Höhere Mathematik

Für die Rückfahrt nach Denver standen zwei Möglichkeiten zur Wahl: der Highway 15 über Salt Lake City südwärts nach Aspen und die Landstraße 191 die von der Prärie durch die Rocky Mountains führt. Mit drei zu eins fiel die Entscheidung für die letzte Variante aus. Nachdem wir uns in Jackson im Supermarkt noch einmal mit Cola, Chips und einigen tiefgefrorenen Pizzen eingedeckt haben fahren wir nun schon zwei Stunden auf der 191. Wieder Prärie, wieder vereinzelte Holzhäuser in weiter Landschaft, wieder kreisende Adler und massenhaft Salbeibüsche. Doch kaum daß wir Wyoming verlassen haben und den Ostzipfel von Utah passieren, wird die 191 south immer kurviger, die Landschaft abwechslungsreicher.

„Lieber noch einmal volltanken, bevor es in die Rocky Mountains geht“ brummel ich so vor mich hin, denn in den Bergen schluckt unser Gefährt doch ganz ordentlich und wer weiß wo wir dann eine Tankstelle finden. „Wieviel Liter auf Hundert verbraucht denn so ein amerikanisches Wohnmobil?“ fragt mich Johann neugierig. „Und was kostet das hier?“ will er wissen. Für die Antwort gebe ich ihm eine knifflige Rechenaufgabe, an der er einige Zeit mit Papier und Bleistift zu tüfteln hat:
Für 120 Meilen haben wir ziemlich genau 11 Gallonen Benzin verbraucht, bei einem Preis von 1,23 $ pro Gallone. Natürlich muß er noch wissen, daß eine Gallone 3,79 Litern entspricht, eine Meile 1,6 Kilometer sind und wieviel wir für den Dollar bezahlt haben. Marie wird nun auch interessiert an der Lösung und beide fangen sie an zu rechnen...

Für lange Zeit hören wir sie diskutieren, ob sie nun malnehmen oder teilen sollen, Kilometer durch Meilen, oder Meilen durch Kilometer... In Amerika ist eben viele anders.

Auch das Verhalten der Tiere: begeisterte Aufschreie aus der hinteren Reihe, als wir zum ersten Mal Rehe, sprich Dears sehen, die am Straßenrand ihr Abendessen suchen. Doch mit zunehmender Dunkelheit beginne ich die Tiere zu verfluchen, weil sie so sorglos sind, daß selbst lautes Hupen sie nicht von der Fahrbahn verscheucht. Bei jeder Kurve bange ich nun ob gleich wieder zwei, vier oder sechs leuchtende Augen im Scheinwerferlicht auftauchen. Mich wundert es deshlab nicht mehr, daß so manch ein Exemplar am Seitenstreifen sein Ende fand.

Ganz unerwartet kommt plötzlich die Lösung von hinten, daß unser Wohnmobil 21,71 Liter auf hundert Kilometer braucht und was das umgerechnet in deutschem Geld kostet.

Liegt Hollywood in Aspen?

Am nächsten Tag rollen wir in Aspen ein. Meine Erwartungen wurden im ersten Moment etwas enttäuscht, hatten Amerikaner das Wintersport-Mekka doch mit St. Moritz und Chamonix verglichen. Das Alpine Panorama war damit wohl nicht gemeint, denn die Berge ringsum sind unspektakulär und selbst in Höhen noch bewaldet, wo in Österreich die Bergspitzen längst aufhören würden. Sicher hatte unser Freund bei seinem Vergleich das Renommee gemeint und das Preisniveau. Noble Holzhäuser in der Mainstreet, wie sie uns auf der ganzen Reise noch nicht aufgefallen waren, auf Alt getrimmte Straßenlaternen, gepflegte Parks und Golfplätze mitten im Ort. In den Bergen Colorados trifft sich die High-Society zum Wintersport. Besonders um Weihnachten fallen die Reichen und Schönen in ihren Privatjets in Scharen ein. Vielleicht haben wir auch jetzt im Hochsommer Glück und können Jack Nicholson, Sally Field, Michael Douglas, Arnold Schwarzenegger oder sonst einen der vielen Film- oder Sportstars sehen, die hier Grund und Boden besitzen.

Die Gondel bringt uns schnell bis zum Gipfelrestaurant auf 11.200 feet hinauf. Bei strahlend blauem Himmel können wir sehr schön die Bergkette der Rockys sehen. „Wenn ihr noch höher hinauf wollt, müßt ihr Euch einem der Gleitschirmpiloten anvertrauen“ greift mein Nachbar unser Gespräch auf. „Gestern ging es super“ schwärmte Klaus, der seit einer Woche hier Fliegerurlaub macht.

Gleitschirmfliegen in Aspen

Gleitschirmfliegen in Aspen

„Da haben wir uns bis auf 18.100 feet hinaufgekurbelt“. In der gleichen Thermik kreiste auch Dave mit einem Passagier. „Die Paraglidingscool ist nur zwei Blocks von der Talstation entfernt“ ergänzte er seine Ausführungen, als er unser Interesse bemerkte. Dort werden auch Mountainbikes, Wildwasserrafting und vieles mehr angeboten. Bei der gnadenlosen Hitze wollen die Kinder gerne mit einem Kajak auf dem Bergbach den Nachmittag verbringen.

Kajakfahren in Aspen

Kajakfahren in Aspen

Zum Abschluß steuern wir unser Mietmobil über den höchsten Paß der Rockys auf unglaubliche 12.095 feet. Mit gerade mal 30 Meilen pro Stunde (M.P.H.) windet sich das »Schlachtschiff« die Straße hinauf, Kehre für Kehre. Die Gewitterwolken reißen auf. In einer Höhe, die noch über den höchsten Schweizer Bergen liegt, breiten sich die schroffen Berge wie ein Amphitheater vor uns aus.
Grandios zeigt sich noch einmal die Landschaft auf dem kurzen Stück bis in die Ebene nach Denver. Die Interstate 70 führt durch einen braun-roten Canyon, der gerade Platz für die Vierspurige und der Colorado River läßt. Nicht zu vergessen Georgtown, eine kleine Siedlung, die mit dem Silberbergbau gewachsen ist. Die einstige Mine und die alte Eisenbahn sind neben dem Rocky Mountain Nationalpark beliebte Ausflugsziele am Rande der Hauptstadt Colorados.

 

Reisemagazin schwarzaufweiss

 

Das könnte Sie auch interessieren

.

 

Kurzportrait USA

Reisen durch die Vereinigten Staaten heißt reisen durch einen Kontinent, durch eine ganze Welt. Entsprechend vielfältig sind die touristischen Möglichkeiten zwischen Städtetour und Badeurlaub, Abenteuertrip und Sporterlebnis.

New York - Freiheitsstatue

Mehr lesen ...

Colorado als Paradies voll historischer Eisenbahnen

Colorado ist nicht zuletzt das Land der Berge und höher kommt der „normale“ Tourist nirgendwo. Doch auch die Bahnen geizen nicht mit Höhe. Zumeist spielt sich eine Tour durch die Bergwelt zwischen 2.000 und 3.00 Meter Höhe ab. Eigentlich schon ein Bereich, wo die Luft knapp werden kann, doch der Gewöhnungseffekt setzt schnell ein. Zwar steht die schmucke Lok der Museumsbahn schon unter Dampf, doch bleibt bis zur Abfahrt noch Zeit. Eine gute Gelegenheit für die Bahnfans auch mal abseits der Bahn Geschichte zu schnuppern. In Crepple Creek schein die Zeit still zu stehen.

Colorado mit dem Zug

Mehr lesen ...

 

Maine: Auf Hummerfang vor der Küste Neuenglands

Mit einer Winde befördert Tom einen Hummerkorb aus dem Meer und zieht ihn an Bord. Er öffnet den Gitterkäfig, greift nach der Beute und präsentiert seinen Gästen den Fang. Ein prächtiger Hummer ist in der Nacht in die Falle gegangen. Und der Homarus americanus, der amerikanische Hummer, ist ein temperamentvoller Bursche: Aufgeregt lässt der gelb gescheckte Krusten-Kraftprotz seine langen Antennen kreisen, schaut Tom vorwurfsvoll aus den gestielten schwarzen Augen an und schnappt angriffslustig mit seinen gewaltigen Scheren nach der Hand des Fischers.

Hummerfang vor Maine

Mehr lesen ...

Wo der Highway rockt und der Mississippi rollt. Von Memphis nach Clarksdale

Blues-Feeling muss keine Sackgasse der Gefühle sein. Denn es gibt sehr gute Wegweiser, die zu den Wurzeln des Rock’n’Roll und der aktuellen Pop-Musik führen. – Winfried Dulisch folgte den blauen Hinweisschildern entlang dem Mississippi Blues Trail.

Memphis - Clarksdale

Mehr lesen ...