Fluss der Menschen und Lachse
Die Discovery III biegt in den Tanana River ein. „Tanana“, ein Wort der Athabasca Indianer, bedeutet „Fluss der Menschen“. Die Nachfahren dieser Ureinwohner Alaskas lernen wir beim nächsten Stopp auch gleich kennen. Als der Raddampfer anlegt, läuft Dixie, eine weitere Führerin, ans Ufer und greift zum Mikro. Sie erklärt das „Lachsrad“ im Fluss, mit dem seit Generationen Lachs gefangen wird. „Die Lachse werden von der Strömung einfach in die am Rad angebrachten Fangkörbe hineingetrieben und dann an Ort und Stelle verarbeitet.“ Sie hält ein ausgewachsenes Exemplar hoch, wirft es schwungvoll auf einen Holztisch und hat ihn in Windeseile zerlegt. Phil ergänzt, dass hundert Lachse am Tag keine Seltenheit wären, dankt Dixie und alle applaudieren.

Lachsrad
Im Athabasca-Dorf, dem letzten Halt, treffen wir Dixie wieder. An den verschiedenen Blockhäusern erklärt sie alles über Architektur, die Jagd, das Verarbeiten der Tierhäute und Felle. Auf dem Hundegelände ist auch Dave Monson wieder da und zeigt, wie er die Hunde trainiert. Die Dampfpfeife ertönt mehrere Male und bläst zur Rückfahrt.

Pelze in Athabasca
Die Goldvorräte sind noch lange nicht erschöpft
Einen weiteren Hauch von Goldgräberstimmung fangen wir am nächsten Tag im Gold Dredge No. 8 ein. Sonny, der professionelle Erklärer der stillgelegten Goldmine, zeigt auf unsere Rucksäcke: „Es ist verboten, eigene Waschgeräte mitzubringen!“ Dann lacht er so laut über seinen eigenen Witz, dass sein ganzer Körperumfang mitlacht. Sonny ist 54, trägt einen langen Vollbart, ein Baseballcape, eine blaue Latzhose, Mokassins und ein Walkytalky in der hinteren Hosentasche. „Die Grabmaschine geht bis 35 Fuß unter die Wasserlinie. Sie hat 68 Korbschaufeln.“

Schaufelbagger (Dredge) in Gold Dregde
In der Blütezeit der Mine, zwischen 1928 und 1959, produzierte die Fairbanks Exploration Company hier sieben Millionen Unzen Gold. Eine absolut unvorstellbare Summe!
Eigenes Glück?

Nach dem Gang durch die mehrstöckige Förderanlage führt Sonny uns zu den Waschanlagen, wo jeder sein eigenes Glück versuchen kann. Jeder bekommt ein Säckchen Sand in die Hand, das er in die Waschschale schüttet. Mit dem richtigen Schwung wäscht man den Sand aus und das schwerere Gold bleibt liegen. Gar nicht so einfach. „Durch Gold bin ich nicht reich geworden“, sagt Sonny, der seine Heimat Texas des Goldes wegen verlassen hatte und zeigt uns noch mal, wie es geht (Foto oben). In seinem ganzen Goldgräberleben hat er nur vier Nuggets in der Größe einer Fingerkuppe gefunden. „Statt dessen habe ich sieben Kinder und achtzehn Enkel.“ Auch wir finden keine Nuggets in unserer Schale, nur ein paar glänzende Krümel. 3,4 grains - zeigt die Waage im Büro an. „Das sind immerhin 7,65 Dollar“, lobt Sonny und verrät, dass die Goldvorräte hier noch lange nicht erschöpft sind.

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