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Am liebsten im Wasser

Mit so viel Wein und Strudel im Bauch fährt es sich gar nicht mehr leicht, doch wir wollen noch bis Bázakerettye, um dort zu übernachten. Man schlingert vor sich hin, nimmt Anstiege langsam und gelassen, dafür Abfahrten umso lieber und mit Schwung. Angekommen im fahrradfahrerfreundlichen Hotel mit Radgarage gibt es, erraten, erst mal Abendessen. Dreigängig! Kalte Obstsuppe, Schweinefleisch mit Kartoffeln, Eisbecher. Und Wein natürlich. Der Schlaf war tief.

Ungarn Zala Museumsbahn
Konkurrenz zum Fahrrad: die Museumsbahn

Vor Ort in Bázakarettye gibt es eine neu angelegte Therme. Wie überhaupt Ungarn von Thermen durchzogen ist, und der Ungarn liebster Aufenthaltsort das Wasser zu sein scheint. Wasserball ist die beliebteste Sportart und György, unser Radwanderführer, erzählt, dass er als Kind sommers wie winters dreimal die Woche morgens um sechs zum Training ging. Eine willkommene Abwechslung auch für Radfahrer! Die hiesige Therme wurde mit Hilfe der Gelder, die aus den Ölvorkommen sprudeln, gebaut. Auch darüber werden wir informiert, denn schließlich befinden wir uns hier auf dem ältesten Ölfeld Ungarns, das schon im Zweiten Weltkrieg zu Verwicklungen führte. Mit dem Rad geht’s also zu einer Ölpumpe und weiter ins Mini-Ölmuseum mit Fotos und Gegenständen zur Ölförderung aus alten Zeiten.

Ungarn Zala Idylle am See
Eine Idylle am See

Und so geht es immerzu in dieser wahrhaft ruhigen Gegend. Wir besuchen ein Arboretum, eine Art Botanischen Garten für Bäume, treffen einen jungen Angler und erfahren fast alles über die lokale Pflanzenwelt während einer Führung. Ein Stück des Wegs fahren wir ab Törösznek sogar mit einem Museumsbähnchen, auf dem man die Räder mitnehmen kann, und vom offenen Waggon aus einen herrlichen Blick auf die grüne Landschaft hat. Letzte Station ist der See von Kistolmács.

Ungarn Zala Badebetrieb
Badebetrieb am See von Kistolmács

Und neben dem See gibt es, Sie haben es sicher erraten, ein nettes kleines Restaurant mit üppigen Speisen auf großen Tellern. Dazu leckeren Wein. „Köszönöm!“ - danke - übe ich mich in der schwierigen ungarischen Sprache



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