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Wir stoppen beim Ishasha River Camp, das am Ishasha River liegt. Im Fluss können wir Flusspferde beobachten, das heißt, wir sehen eigentlich nur einige Ohrspitzen. Kopf und Körper bleiben in der Mittagshitze unter Wasser. Abends, wenn es kühler wird, werden die Tiere an Land kommen, um zu fressen. Francis ist bereits damit beschäftigt, aus seiner Kühlbox ein köstliches Picknick-Lunch zu zaubern. Es gibt leckere Roast Beef-Schnitten, Gemüse-Samosas, ein Ei und Tomaten, und zum Nachtisch Ananas und Muffins. Nach dieser gemütlichen Rast geht die Fahrt weiter Richtung Bwindi Impenetrable Forest National Park, unserem Tagesziel. Die Straße, besser die Piste wird immer steiler. Wir fahren durch mehrere kleine Dörfer. Immer wieder kommen Kinder zur Straße gerannt und winken uns freundlich zu. Riesige Tee- und Bananen-Plantagen prägen die Landschaft. Auch Kaffee und Mais wird angebaut. Nach etwa zweieinhalb Stunden beschwerlicher Pistenfahrt erreichen wir Bwindi. Es hat angefangen zu regnen. Francis fährt auf den Parkplatz des Bwindi Mobile Camps. Ein schmaler Weg führt zu den Zelten, die auf Holzplattformen aufgebaut und durch ein Dach aus getrockneten Bananenblättern geschützt sind. Bwindi gehört zu den erst in jüngster Zeit angelegten National Parks. Er umfasst 331 Quadratkilometer, ist der drittgrößte Park in Uganda und grenzt an den Parc National des Virungas im Congo. Der Wald am Rand des westlichen Rift Valley im oberen Teil der Rukiga Highlands gehört zu den größten zusammenhängenden Waldflächen Ostafrikas und umfasst sowohl Gebirgs- als auch Tiefland-Regenwald.

Uganda / Bwindi / Regenwald
Blick in den Regenwald in Bwindi

So beeindruckend die Artenvielfalt ist, traurig stimmt die Tatsache, dass viele der Tiere und Pflanzen vom Aussterben bedroht sind. Mit seinen über 120 Säugetierarten gehört der Bwindi Park zu den artenreichsten Ökosystemen Afrikas. Primaten gibt es besonders viele. Neben den Berggorillas leben im Park Schimpansen, Diadem-Meerkatzen, Dunkle Weißnasen-Meerkatzen, L'Hoest-Meerkatzen, Schwarzweiße Stummelaffen, Paviane, Pottos und Zwerg-Galagos.

Die hohe Luftfeuchtigkeit, typisch für tropische Regenwald-Regionen, macht sich überall bemerkbar. Die Bettdecken und auch unsere Kleidung fühlen sich klamm an. Doch wir haben uns in unseren Zelten häuslich eingerichtet, und als Francis uns rät, bald schlafen zu gehen, folgen wir gerne. Denn morgen werden wir viel Kraft benötigen, um durch den dichten Regenwald wandern zu können. Er sagt, dass wir uns auf einen fünf bis sechs Stunden Marsch vorbereiten müssen. Denn die Gorillas sind nicht leicht zu finden. Auch sei keine Garantie gegeben, die Tiere wirklich anzutreffen. Natürlich können wir vor Aufregung erst einmal nicht einschlafen. Erst später, als der Regen rhythmisch auf das Zeltdach trommelt, wird dieses Geräusch zur Nachtmusik.

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