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Gorillas in Rwanda

Wir haben schon in Deutschland ein zweites Gorilla Trekking geplant. So wollen wir versuchen, Gorillas auch in Rwanda zu sehen. Unser Safari-Gepäck ist am nächsten Morgen schnell gepackt. Die Fahrt über Kisoro an die Grenze zu Rwanda führt durch kühlen Regenwald, durch Bambuswald und über hügeliges Farmland, das an die Landschaft der Schweiz erinnert. Hier werden Bohnen, Erbsen, Mais und Kohl angebaut.

Uganda / Little Switzerland
Litte Switzerland - Landschaft im Süden bei Mgahinga

Der Weg führt auf engen kurvigen Pisten, vorbei am Lake Mahehe zum Lake Mutanda. Vom Seeufer aus hat man eine gute Aussicht auf die in der Ferne liegenden Virunga Vulkanberge. Immer wieder kommen wir durch kleine Dörfer. Nach einigen Stunden erreichen wir die Mgahinga Safari Lodge.

Uganda / Rwanda / Lodge
Chalet der Mgahinga Safari Lodge

Diese zauberhafte Unterkunft liegt auf einer kleinen Landzunge direkt am Ufer des Lake Mutanda. Viele kleine Inseln geben dem See ein unverwechselbares Aussehen. Der Blick von den Zeltbungalows der Lodge über den See und auf die Vulkanberge im Hintergrund ist fantastisch.


Lake Mutanda mit Vulkanbergen im Hintergrund

Hier dann die gute Nachricht: Schon morgen können wir im Parc des Volcanes von Rwanda zum Gorilla-Trekking gehen. Auch hier sind nur eine bestimmte kleine Zahl von täglichen Besuchern erlaubt, da konnten wir nicht davon ausgehen, so schnell zu unserem Glück zu kommen. Vor Beginn des Trekkings erfahren wir, dass im Mgahinga National Park momentan nur eine habituierte Gruppe Gorillas lebt, daher ist es nur sechs Personen möglich, auf Gorilla-Pirsch zu gehen!

Wieder erhalten wir die gleichen strikten Verhaltensmaßregeln, und bald darauf marschiert unsere Gruppe los in den Regenwald. Es ist neblig heute, und es nieselt. Ich muss an den Film "Gorillas im Nebel" denken. Stundenlang könnte ich in diesem herrlich wild und naturbelassenen Regenwald wandern, der auch ohne Gorillas ein Erlebnis ist. Wir kommen nur langsam voran, da keine erkennbaren Wege oder Pfade vorhanden sind. Die Ranger müssen mit ihren Macheten den Weg regelrecht frei schlagen. Der Boden ist matschig, wir müssen aufpassen, um nicht auszurutschen. Unsere Handschuhe kommen dieses mal sehr oft zum Einsatz! Wir müssen uns an den Pflanzen festhalten und teilweise regelrecht hochziehen, da es steil bergan geht! Doch die Ranger sind sehr hilfsbereit und nehmen uns "bei der Hand", wo es notwendig ist. Nun sind wir schon fast drei Stunden unterwegs und noch immer sind keine Gorillas in Sicht. Trotz leichtem Regen und der Kühle im Wald kommen wir ganz schön ins Schwitzen! Doch dann hören wir aus dem Nichts heraus plötzlich ein lautes Krachen von Ästen und fürchterliches Geschrei. Da kugelt, ja rollt ein riesiger Silberrücken-Gorilla, bestimmt zwei Meter groß wie ein Ball etwa zehn Meter vor uns einen steilen Abhang hinunter und reißt mit seinem Schwung gleich noch drei andere, kleinere Gorillas mit sich. Keiner von uns ist in diesem Moment in der Lage, die Kamera zu gebrauchen, um ein Foto zu machen! Wir alle schauen nur ganz gebannt auf diese unglaubliche Szene.

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