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Tunesien

Text und Fotos: Anita Ericson

Das Flair der Märchen aus 1001 Nacht ist an vielen Orten spürbar. Aber nicht alle sind so leicht zu erreichen, so angenehm zu entdecken wie Tunesien, sagt Anita Ericson. Sie weiß es.

Der Geruch des Orients. Die Farben des Orients. Auf der einen Seite gedämpft, dort wo Oliven, Kichererbsen, Datteln und Couscous-Grieß in offenen Säcken auf Käufer warten, auf der anderen Seite schillernd, wo Kaftane, Teppiche, Schmuck und Duftstoffe auf den Ladentischen liegen. Der Markt, hier Souk genannt, ist Bestandteil jeder Medina (Altstadt) und dieses Herzstück einer arabischen Ansiedlung ist in jeder tunesischen Stadt zu finden. Der Souk ist Warenumschlagplatz, Produktionsstätte der Handwerker und, für die Männer, Kommunikationszentrum. Meist breitet er sich im Schatten der Moschee aus - auch sie ein obligatorisches Element der Medina.

Tunesien / Händler

An die Peripherie des Bazars schließen sich die Wohnviertel an, die an der Außenseite vielfach noch von dicken Stadtmauern umgeben sind. Je tiefer man in diese Regionen eindringt, desto ruhiger wird es. Lediglich die Klänge arabischer Musik, die aus den weiß gekalkten Häusern dringen, zeugen vom verborgenen Leben hinter den geschlossenen Läden. In früheren Zeiten diente der wirre Stadtplan der Medina mit seinen vielen Sackgassen und Irrwegen dazu, Feinden das Eindringen zu erschweren, heute stehen Touristen ratlos vor dem Labyrinth. Sei es in der Hauptstadt Tunis, oder in Kairouan im Landesinneren, in der Wüstenstadt Tozeur oder an der Küste in den Orten Sousse, Hammamet oder Biserta.

Tunesien / Kairouan
Gasse in Kairouan
Tunesien / Hammamet
Haus in Hammamet

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