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Geduldige Händler mit „schönen Sachen“

Also gingen auch wir. Wir liefen zum Marktplatz. Dort gibt es drei Cafés, zwanzig Geschäfte und ein paar Bäume, die Schatten spenden. Farbige Teppiche hängen an den Wänden.

Tunesien / Douz / Teppichhändler

Tunezien / Douz / TuarekDie Händler sitzen dort tagelang am selben Platz. Kommt ein Fremder vorbei, springen sie auf, nicht zu hastig und sagen: "Bitte, bitte, nur schauen. Schöne Sachen." Schöne Sachen sind: bunte Tücher, Tonschüsseln, Holzkamele, Puppen, gemalte Postkarten. Einige der Händler tragen ein blaues Tuch um den Kopf geschlungen, stolze Männer vom Stamm der Tuareg. Touristen sind erfreut, 'ein Tuareg', rufen sie und zücken den Fotoapparat. "Nein, nein", sagen dann die, die sich auskennen, "das heißt Targi, einen nennt man Targi." Und dann holen auch sie ihre Kameras heraus und fotografieren den Mann, wie er lässig an einer Palme lehnt und mit stechendem Blick zwischen seinem Turban hervorschaut.

In einer Ecke hatte Chalil seinen Laden. Er verkaufte: bunte Tücher, Tonschüsseln, Holzkamele, Puppen, gemalte Postkarten. Er zeigte auf ein Bild, darauf waren Männer zu sehen, die lange weiße Hemden trugen und pludrige Hosen. Sie standen vor kleinen Häusern und musizierten. "Das hat ein Künstler aus Tunis gemalt. Er hat unser Fest gemalt, so berühmt ist es ", sagte Chalil und ein klein wenig lag stolz in seiner Stimme. Vom Marktplatz drangen jetzt lautes Trommeln und das quäkende Spiel einer Flöte. "Da hörst du’s", sagte er, "jetzt spielen sie wieder und tanzen auf den Straßen."

Tunesien / Douz / Gewürze auf dem Markt

Auf dem Platz spielten drei Musikgruppen gegeneinander auf. Die Männer aus dem Sudan klapperten mit kastagnettenähnlichen Instrumenten, dazu stampften sie mit den Füßen auf den Boden. Die Männer aus Kuwait hatten sich in einer Reihe aufgestellt, sie sangen sehr laut. Sie warfen ihre Säbel in die Luft, und ihre goldbestickten Westen leuchteten in der Sonne. Eine Folkloregruppe aus Douz tanzte im Kreis, acht Männer, die dabei um die eigene Achse wirbelten. Dazwischen stellten sich immer wieder Touristen, um sich vor dieser Kulisse fotografieren zu lassen.

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