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Türkei

Türkei - Radeln in Kappadokien

 Feentürme und unterirdische Städte:
Kappadokien und seine Tufflandschaft

Text und Fotos: Dirk Heckmann

Türkei / Göreme / Tuffstein
Einblicke ins Tuffgestein des Nationalparks Göreme

Wer sich schon immer einmal in einer ehemals vulkanisch aktiven Regionen zwischen verwitterten Felssäulen und steinernen Obelisken bewegen wollte und zudem an sakraler byzantinischer Freskenmalerei interessiert ist, der sollte eine Radtour von Kayseri in den Historischen Nationalpark Göreme unternehmen, der 1986 eingerichtet und 1985 durch die UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Neben den bizarren Felsnadeln und -türmen, in deren Innerem sich reich ausgemalte Kirchen verbergen, ist die Region auch für Naturliebhaber von Interesse: Felstaube und Steinhuhn sind hier ebenso heimisch, wie Grauwolf, Rotfuchs, Steinmarder und Europäischer Dachs. Erleben Sie also diesen Nationalpark mit den Augen von Dirk Heckmann, der Sie auf seine Tour zu einem der beeindruckendsten Kulturdenkmäler Kleinasiens mitnimmt.

Türkei / Kappadokien / Kaisery
Die Karawanserei von Kayseri

Auf nach Kayseri

Eine Radtour durch Kappadokien ist eine Fahrt zu bizarren Felsformen und phantasievoll in sie eingehauene Kirchen, Klöster, Kapellen, Wohnungen und Höhlen, die Jahr für Jahr Scharen von Besuchern anziehen. Am besten erreicht man diese Sehenswürdigkeiten inmitten des Tuffgesteins mit dem Rad und zu Fuß. Als Ausgangspunkt der Tour eignet sich Istanbul, will man sich auf seiner Reise die türkische Metropole, die Brücke zwischen den Kontinenten mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie der Hagia Eirene und der Hagia Sophia, der ehemaligen Moschee der Eunuchen, dem Großen Basar und Topkapi Sarayi, nicht entgehen lassen. Von hier aus geht es mit dem Nachtbus vom Esenler Otogar, dem Esenler Busbahnhof, über Ankara nach Kayseri. Mit Sack und Pack - und mit dem Rad - besteigt man abends um 21 Uhr den Bus und erreicht Kayseri am nächsten Morgen um 8 Uhr.

Kayseri liegt auf einer Höhe von etwas über 1 000 Meter in einer baumlosen Steppenlandschaft in Inneren Anatoliens. Unweit türmt sich der wunderschöne Vulkan Erciyes Dagi mit mächtigen 3 916 Metern auf. Doch bleiben wir zunächst in der Stadt, statt in der Umgebung herumzustreifen: Der Besuch der Karawanserei "Vezir Hani" mit dem drittgrößten Basar der Türkei ist etwas für alle Sinne: orientalische Gewürze, Schmuck, bunte Kleidung, Obst, Gemüse, Fleisch... Besondern bekannt ist die Stadt für ihre geknüpften Teppiche. Viele der Verkäufer versuchen besonders die Touristen mit einer Einladung zu einem "Çay", einem türkischen Tee, in ihren kleinen Verkaufsraum zu locken. Ein Wirrwarr der Gänge verführt zum ausgiebigen Bummeln und Staunen. Doch manche Besucher kamen unfreiwillig an ganz anderer Stelle wieder aus dem Basar heraus, als sie eigentlich wollten.

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