Nach denn Erfahrungen der letzten Etappe beschließe ich, dass ich den folgenden Abschnitt, der hoch über einige Bergketten und den Sattel des Olympos führt, dessen Gipfel 2.366 Meter aufragt, lieber bei einer kommenden Wanderung nachholen werde. Darum besteige ich in Finike den Bus, der mich direkt nach Olympos bringt. Dieses kleine Dorf hat sich vom „Geheimtipp“ zum Mekka für Weltenbummler und Rucksacktouristen aus aller Welt gemausert. Überall herrscht buntes Treiben, wird fröhlich gefeiert.
Die Flammen des Altertums
Nachdem ich schon tagsüber durch die Ruinen von Olympos geschlendert war, gönne ich mir am Abend eine weitere Attraktion und nehme an einem Ausflug zur ewigen Flamme der Chimeira teil. Bei leichtem Nieselregen tasten sich unsere Taschenlampen den Weg über die rutschigen Felsen, bis uns der Geruch von Erdgas in die Nase steigt und Flammen aus den Felsen züngeln, die seit dem Altertum hier brennen.

Vorbei an den „Bettenburgen“ von Kemer und Tekirova und die im duftenden Pinienwald gelegenen, erstaunlich gut erhaltenen, antike Ruinen von Phaselis mit einem beeindruckenden Theater, erreiche ich den Endpunkt meiner Tour im Örtchen Hisarçandir.

Nur etwa eine halbe Stunde dauert die Fahrt von hier aus mit dem Minibus nach Antalya. Doch da gerade Sonntag ist, verkehrt kein Bus und so bleibt mir nichts anderes übrig, als das zu tun, was ich die letzten zwei Wochen gemacht habe: Ich laufe.
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