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Höhlenstadt mit sieben Etagen

Überall hinterließen Mönche und Eremiten ihre Spuren. Aus Angst vor Überfällen bauten sie ihre Behausungen nicht nur in die Bergformationen, sondern hoben ganze unterirdische Städte aus. Deren berühmteste ist zweifelsohne Derinkuyu. Von außen lediglich durch gut getarnte Höhleneingänge zugänglich und durch schwer zu erkennende Schächte belüftet, bot die unterirdische Stadt auf sieben Etagen bis zu 3000 Menschen gleichzeitig Platz. Ein unterirdischer Fluß versorgte die Bewohner mit frischem Wasser. Über einen knapp zehn Kilometer Tunnel war Derinkuyu mit Kayamakli, einer weiteren Höhlenstadt, verbunden.

Im Labyrinth der Schächte

Dem Forschergeist sind in Kappadokien also keine Grenzen gesetzt, es sei denn, man leidet an Platzangst. Die Höhlenstädte verfügen nämlich nicht über geräumige Durchgänge und Wege. Wahre Schweißausbrüche und mitunter gar Beklemmungen befallen einen, wenn man über die ausgetretenen Stufen durch enge Gänge, in denen für durchschnittlich gewachsene Zeitgenossen ein aufrechtes Gehen schier unmöglich scheint, immer tiefer in ein Labyrinth aus Räumen und Schächten hinabsteigt. Wären dort keine Pfeile und Markierungen an den Wänden, so mancher würde binnen kürzester Zeit die Orientierung verlieren.

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