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Doch nicht allein die Natur war in Kappadokien am Werk. Im 5. Jahrhundert kamen Eremiten und Mönche in die dünn besiedelte Bergwelt, gruben und meißelten, stemmten und hämmerten ganze Wohnungen in das weiche, aber dennoch enorm stabile Gestein. Selbst Tische und Stühle wurden aus den versteinerten Lavaresten gefertigt. Die Höhlenbehausungen, die vor allem rund um das Göreme-Tal entstanden, waren in einem Land, das über heiße Sommermonate und bitterkalte Wintermonate klagt, von unsagbarem Vorteil: Das Lavagestein garantierte gleichbleibende, in allen Jahreszeiten angenehme Temperaturen und Trockenheit im Inneren.


Höhlenwohnungen im Göreme-Tal

Besonders im heutigen Freilichtmuseum von Göreme kommen touristische "Höhlenforscher" auf ihre Kosten und erhalten einen Einblick in das Leben längst vergangener Tage: Großzügige Wohnungen mit Wohn- und Schlafräumen sowie Küchen sind ebenso zu bewundern wie Klöster und Kirchen mit sehenswerten Wandmalereien.


Feenkamine aus Tuffstein

Weiter Richtung Ürgüp und Deverent bestimmen die Feenkamine das Bild. Auf den ersten Blick erinnern sie an ein steinernes Phallussymbol, Auch diese Tuffsteinsäulen sind ausgehöhlt, beherbergen Wohnungen und Vorratskammern.

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