DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Rätselhafte Höhlenstädte

Die beeindruckendste unter ihnen ist Derinkyu. Sie wurde, wie viele ihrer Schwestern, eher durch Zufall entdeckt und dann bereits 1965 zur Besichtigung frei gegeben. In ihrem achtstöckigen Labyrinth konnten bis zu 10.000 Menschen Zuflucht finden. Von der Missionarsschule bis hin zur Kirche war alles vorhanden. Tonnenschwere Türsteine ließen unerwünschten Eindringlingen keine Chance. Sie waren nur von innen zu bewegen. Allein in Derinkuyu versorgen 52 zwischen 60 und 85 Meter tiefe Luftschächte die unterirdische Stadt mit Frischluft. Trotz der umfangreichen Ausstattung der Höhlen, zu der sogar Viehställe gehörten, sind sich die Historiker bei all ihren unterschiedlichen Interpretationen zumindest darin einige, dass die Höhlenstädte nur über relativ kurze Zeiten, als Wohnstätten genutzt wurden. War schon die Versorgung schwierig, das Entsorgungsproblem wäre über Wochen oder gar Monate hinweg nicht lösbar gewesen.

Türkei Kappadokien Teppichknüpferinnen
Feinste Handarbeit ...

Wieder zurück an der frischen Luft wird es Zeit, sich dem Alltagsleben von heute zu widmen. Auch da gibt es manches zu sehen. Wie überall in der Türkei sind es Teppichmanufakturen, die zum Besuch einladen und teils mit Exemplaren werben, für die die Bezeichnung Kunstfertigkeit, noch sehr untertrieben scheint. Kaum vorstellbar, wie es die Knüpferinnen mit zarten Seidenfäden schaffen, auf einem Quadratmeter zwei, vier oder gar noch mehr Millionen Knoten zu platzieren.

Türkei Kappadokien Teppiche
... und ihr Resultat

Nicht entgehen lassen sollte man sich der Keramik aus der Region. Im kleinen Dorf Avanos gibt es gleich mehrere Manufakturen, in denen man den Meistern an der Drehscheibe oder beim Bemalen über die Schulter schauen kann. Wobei sich einige der Werkstätten, so richtig stilgerecht, in Felsenhöhlen befinden.

Seite 1 / 2 / 3 / 4 / zur Startseite



Reiseveranstalter Türkei




 

 

Twitter
RSS