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Felsenburgen und Höhlenstädte

Kappadokien: ein besonderes Stückchen Türkei

Text und Fotos: Axel Scheibe

Türkei Kappadokien Landschaft mit Felsenburgen

Langsam färbt sich der Horizont rot. Wie ein glühender Feuerball schiebt sich die Morgensonne über die raue, zerklüftete Landschaft Kappadokiens. Eine tiefe Stille liegt auf dem Land, die nur unterbrochen wird, wenn der Heißluftballon neue „Nahrung“ braucht und Kaili den mächtigen Brenner zündet, um das bunte Gefährt allmählich höher gleiten zu lassen. Neun Touristen inklusive Ballonfahrerin, sind in den frischen Frühlingshimmel gestiegen. Im dicht gefüllten Ballonkorb, spricht kaum jemand. Zu überwältigend ist der Blick über die Felsenwelt im Herzen der Türkei.

Für Kaili ist das Alltag. Ein Alltag, der sie auch nach mehr als zwanzig Jahren Ballonerfahrung noch immer fasziniert. Langsam reißen sich die Fahrgäste vom Panorama los. Nun gibt es reichlich Fragen, zu beantworten. So erfahren die Ballongäste, dass ihr Luftfahrtgerät fast 6.000 Kubikmeter heiße Luft braucht, um von der Erde abzuheben, dass in den Ballonkorb maximal 1,7 Tonnen Gewicht dürfen, inklusive der schweren Gasflaschen und dass ihre Ballonpilotin in ihrer Berufslaufbahn bereits weit über zweitausend Mal in den Himmel gestiegen ist.

Türkei Kappadokien Heissluftballon
Im Schwebezustand über Kappadokien

Während Kaili erzählt hat sich der Ballon fast unmerklich auf Sinkflug begeben. Mit viel Gefühl nutzt die Pilotin jeden Windhauch. Ein Heißluftballon ist nur bedingt steuerbar. Kaili gleitet mit dem Ballon knapp vorbei an den Spitzen kleiner Feenkamine hinunter in ein steiniges Tal. Ohne aufzusetzen, schwebt der Ballon zum Greifen nah vorbei an den schroffen Wänden. Ab und an sieht man von Menschenhand in den Fels getriebene Taubenschläge. Der Brenner zischt auf. Genauso allmählich wie er gesunken ist, steigt der riesige Ballon langsam wieder aufwärts.

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