Türkei
An der Nahtstelle zweier Kontinente gelegen, hat die Türkei im Verlauf ihrer vieltausendjährigen Geschichte Einflüsse des Orients und des abendländischen Europas aufgenommen, die dem Land und seinen Menschen ihr unverwechselbares Gesicht gaben. Die eindrucksvollen Spuren seiner Vergangenheit sind unschätzbare Beiträge zum Kulturerbe der Menschheit.


Unser Kurzportrait über die Türkei vermittelt einen kurzen Überblick über Land und Leute und informiert mit Zahlen, Fakten und Internet-Adressen. Der Reiseführer Istanbul und nachfolgende Reportagen entführen Sie dagegen in interessante Orte und Landschaften des Landes.
Istanbul
Reiseführer Istanbul. Kaum eine andere Stadt kann so sehr wie Istanbul das Neben- und Miteinander unterschiedlicher Kulturen aufzeigen – in der Vergangenheit ebenso wie in der Gegenwart. Heute ein kaum noch zu bewältigender Moloch von schätzungsweise 15 Mio. Einwohnern, war die Stadt in der Vergangenheit über lange Zeiträume hinweg ein Zentrum des Weltgeschehens, ein funktionierendes Scharnier zwischen Ost und West. Neben vielen Sehenswürdigkeiten, bietet Ihnen unser Reiseführer Hintergrundinfos, praktische Tipps und nützliche Reiseinformationen.
Alanya und die Türkische Reviera
Die „alten Steine“ sind zwar sicher nicht jedermanns Sache,
doch einige davon sollte man sich auf keinem Fall entgehen lassen. Zu den
reizvollsten Zielen dieser Art gehören zweifellos die Ruinenstadt
von Side direkt am Mittelmeer und das römische Theater in Aspendos,
das einst bis zu 20.000 Menschen fasste und selbst im Alter von rund 3.000
Jahren noch gut erhalten ist. Auch die Ruinenstätte Perge unweit von
Antalya ist eine der großen antiken Stätten an der Südküste
Anatoliens. Auf dem Weg nach Pamukkale liegt sie nur wenige Kilometer Abseits
der Straße. Noch
interessanter ist der Abstecher zur Kalksteinhöhle. Hier erlebt man
unterirdisch im Kleinen eine Kalkterrassenwelt, die fast Pamukkale in den
Schatten stellt, das nur wenige Kilometer weiter auf die Gäste aus
aller Welt wartet. In Reiseführern ist diese Höhle bisher nicht
zu finden, dabei ist sie deutlich attraktiver als die selbst durchaus lohnende
Tropfsteinhöhle in Alanya.
Lykien
Antalya - ein Besuch im Hinterland. Abgesehen von seinem dörflichen Charakter und seiner umwerfenden Gebirgslandschaft hat das Hinterland wenig zu bieten. Kultur gibt’s dafür an der Küste, reichlich und einzigartig: auf der riesigen Halbinsel, die sich zwischen den beiden Charterflughäfen Antalya an der Süd- und Dalaman an der Westküste ins Meer vorschiebt, lag das antike Lykien. Hier hatten sie ihr kleines Reich errichtet, das erst von den Römern assimiliert wurde. Zurückgeblieben sind die Reste ihres Totenkults, erstaunliche Grabbauten, die die lykische Küste überziehen.
Für Wanderfreunde ist der Lykien-Wanderweg ein Tipp für diese Region. Unser Autor Michael Hennemann hat sich auf Wanderschaft begeben und berichtet darüber.
In die Lüfte gezogen hat es dagegen Axel Scheibe mit dem Paraglider startete er vom Berg Babadag und hat sich Lykien von oben angesehen.
Hades, der finstere König der Unterwelt, gewann Persephone als Frau,
indem er ihr einen Granatapfel schenkte. Aphrodite, Göttin der Liebe
und Schönheit, zierte sich mit ihm. Auch Hera, die Göttin der Ehe,
nutzte ihn als Attribut. Schon in der Antike galt die rote Frucht als Symbol
für Liebe, Ehe und Fruchtbarkeit. Nicht nur die leuchtende Farbe, seine pralle Form und die vielen Samenkerne
ließen ihn zum Inbegriff von Fruchtbarkeit werden. Der Granatapfel
soll sogar jene biblische Frucht vom Baum der Erkenntnis gewesen sein, weshalb
er auch zum Namen „Paradiesapfel“ kam.
Der Weg nach Feythie führt rund um zahlreiche bewaldete Buchten. Immer wieder erhascht man einen Blick auf das türkisblau glitzernde Meer, das zum Baden und Verweilen einlädt. Das Küstendorf ist auf den etwa 2400 Jahre alten Ruinen der lykischen Stadt Telemessos erbaut und bietet geschichtsinteressierten Besuchern eine Vielzahl von Entdeckungen: das kleine gut erhaltene antike Amphitheater fällt schon bei einem ersten Gang durch das Städtchen auf und lässt ahnen, welch tiefen Eindruck die Felsengräber des Bellerophon und des Amyntas hinterlassen werden.
An der türkischen Ägäis
Bodrum, das antike Halikarnassos, gilt bei Touristen als „Saint-Tropez der Türkei“. Früher stand hier das Mausoleion, eines der sieben Weltwunder der Antike. Heute locken Discos, falsche Levis und bunte Gemüsemärkte. Vom Mausoleion sind leider nur noch einige Fundamente, eingefallene Mauern und umgestürzte Säulen zu besichtigen. Die Johanniter haben nämlich das weltberühmte Monument als Steinbruch für den Aufbau des ihres Kastells benutzt. Die übrig gebliebenen Ausschmückungen, wie zum Beispiel einige Friesplatten, befinden sich im Britischen Museum in London.
Der Besuch im antiken Ephesus, zwischen Bodrum und Izmir gelegenes meistfrequentiertes Ausflugsziel der türkischen Ägäis, bedeutet eine faszinierende Reise in die Vergangenheit. Ephesus gilt als eine der am besten erhaltenen historischen Ausgrabungsstätten der Welt; die Celsus-Bibliothek besitzt Weltruhm und das Theater ist das größte der Türkei. Auf den Spuren des Engländers John T. Wood, der 1869 beim Bau der Eisenbahnlinie von Izmir nach Aydin die Ruinen eher zufällig entdeckte, legt man etwa 20 Kilometer vom beliebten Badeort Kusadasi vor den Toren von Selcuk eine begeisternde Reise in die Vergangenheit zurück.
Kappadokien
Kappadokien, übersetzt "das Land der schönen Pferde", ist die alte Bezeichnung für das Gebietsdreieck zwischen Kayseri, Ürgüp und Nigde im Nordosten der Türkei im Herzen Anatoliens. Es ist das Land der unterirdischen Städte, der Feenkamine, Höhlenwohnungen und Kirchen, aber auch der Weinberge, Aprikosen, Mandeln und Oliven. Auf den ersten Blick gemahnt Kappadokien an eine Landschaft aus "1000 und einer Nacht". Die fast surrealistisch anmutende Tuffsteinregion leuchtet in der Abenddämmerung in den unterschiedlichsten Pastellfarben: Rosa, gelb, bläulich, hellgrau oder weiß zeichnen sich Canyons, Türmchen, Pyramiden, Kamine, Kegel und merkwürdige Gesteinsformen am Horizont ab.
Während sich Dirk Heckmann auf den Sattel geschwungen hat, um Kappadokien und seine Tufflandschaft mit dem Fahrrad zu erkunden, ist Axel Scheibe mit dem Ballon aufgestiegen und hat sich die bizarre Landschaft von oben angesehen.
Pamukkale - eine Baumwollburg als geologisches Wunder
"Pamukkale" - ein Namen, der jedem Türkeifreund auf der Zunge zergehen dürfte. Denn hinter der wohlklingenden Bezeichnung verbirgt sich ein geologisches Wunder der Superlative, dessen wattig-weißes Aussehen bei der Namengebung Pate stand. Die warmen Wasser einer heißen Kalziumkarbonatquelle wandelten den Bergzug circa 19 Kilometer nördlich von der Provinzhauptstadt Denizli im Laufe der Jahrtausende in beeindruckende Sinterterrassen um. Das wohlig temperierte, bis zu 35 Grad Celsius warme Wasser ergießt sich seit Urzeiten von einem Becken in das nächste und schaffte so eine atemberaubende Gesteinsformation, die weltweit ihres Gleichen sucht.
Wandern im türkischen Kaçkar-Gebirge
Schon am Ortsrand von Ayder, dem Ausgangspunkt unserer
Wandertour durch das Kaçkar-Gebirge, tauchen wir ein in einen üppigen Regenwald. Wir wandern durch einen
grünen Korridor zwischen Moosen, Farnen und Pilzen, zwischen Rhododendron,
Buchen, Fichten und Kiefern. Meterlange Flechten hängen wie die Bärte
von tausend türkischen Methusalems von den Ästen herab. Gräser
und Blumen wuchern mehr als dass sie wachsen. Die Pflanzen kämpfen
um jeden Quadratzentimeter Boden und überziehen selbst den glattesten
und steilsten Felsen mit einer grünen Haut. Gebirgsbäche und
Wasserfälle rauschen durch diese vor Saft und Kraft strotzende Wildnis,
aus Felsspalten sprudelt kristallklares Wasser.
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