Komm, lass uns weiterfahren!
Längs des städtischen Radwegs entdecken wir gleich einen schicken Citystrand, dahinter die Kulisse. Was für ein Anblick! Ein Tag wird hier nicht reichen, auch drei Tage nicht, eine ganze Woche wird es schon sein müssen, um wenigstens einige der Sehenswürdigkeiten näher zu untersuchen. Dazu kann man nun in eines der „Velotrixis“ steigen, eine Art Fahrradrikscha, die einem in der Innenstadt überall begegnen. Wir lassen treten! Für Eilige gibt es auch den Královska cestá, den ehemaligen Krönungsweg, der innerhalb von eineinhalb Stunden an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Eingang zum "Schwarzen Ochsen"
Oder eine Bootsfahrt auf der Moldau? Nachts zu Fuß durch die Stadt bei der Gespensterführung? Abends ins Konzert, Marionettenschauspiel, Schwarze Theater, in die Oper? Kneipen? Kneipen! Ich lande immer wieder im urigen „Schwarzen Ochsen“. Dampfig ist’s hier, heiß und laut und eng auf den Holzbänken. Hier gibt es herzhafte Kleinigkeiten und dazu läuft das Bier „Velkopoporický Kozel“. Selbst gebraut und lecker! Von der Strecke ab Regensburg muss ich meinem Nachbarn „erzählen“. Mit Händen und Füßen, Englisch und Deutsch geht das schon.

Per Bahn zurück nach Hause - leider!
Eine illustre Gemeinde sitzt hier beisammen, ein kleines Panoptikum: Einer muss sein Glas immer schräg stellen, niemand weiß, warum. Eine ganze Gruppe hat offensichtlich eine Brauereiführung hinter sich und versucht, die durchweichten Kartons mit Flaschen nach Hause zu transportieren. Schwankend. Drei sitzen vor dem Fenster und starren vor sich hin. Hoffnung, ade? Pils, willkommen! Darauf noch einen Slivovice und dann ab zur fast 650 Jahre alten Karlsbrücke, deren gotische Fundamente von sanften Moldauwellen umspült werden. Sie ist unser Endziel! Moment mal. Moldau? Moldau-Radweg? Komm, lass uns weiterfahren! Ahoj!
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