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Wo der Drache stirbt

Unsere erste Station ist Walderbach mit seiner zum ehemaligen Zisterzienserkloster gehörigen romanischen Klosterkirche. Im und neben dem Kloster kann man nun übernachten: im Bett & Bike zertifizierten „Hotel Rückerl“. Der Blick von der hauseigenen Terrasse des Restaurants auf das Tal ist traumhaft. Und da es hierzulande heißt „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ tun wir uns gütlich. Schließlich stehen fangfrische Fische auf der Speisekarte und am Nachbartisch machen Wallermärchen die Runde. „Wir radeln nach Prag!“, erzählen wir dem Wirt. Antwort: „Oh, leck!“.

Tschechien Böhmen Schilderwald

Über die Wallfahrtskirche Heilbrünnl, vor der die Leute bis hinaus auf den Vorplatz stehen und sich bekreuzigen, geht es nach Roding. Auch hier, es ist schließlich Sonntag, hört man Gesänge aus der Kirche dringen und gleich um die Ecke steht schon ein Festzelt bereit. In der alten Handelsstadt Cham dann wechseln wir vom Regental- auf den Chambtalradweg über nach Furth im Wald im Hohenbogenwinkel, das unser heutiges Ziel ist. Furth im Wald ist bekannt für den „Drachenstich“, der immer noch im Rahmen eines Festspiels ausgeführt wird. „Furth lebt, solange der Drache stirbt“, heißt es denn auch. Zurück geht dieses Festspiel angeblich bis auf die Hussitenkriege. Der Drache lebt und stirbt und lebt und stirbt. Alle Jahre wieder. Auch heute noch! Wir beobachten die Proben.

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