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Die Hauptstadt: ein Hauch von Hektik

Man nimmt Anteil am Touristen, das bleibt als ein schönes, selten erlebtes Gefühl in Erinnerung. Da stellt die Kellnerin beim Servieren des Abendessens so nebenbei fest: „Du warst heute in Scarborough auf dem Markt. Die Köchin hat dich dort gesehen.“ Scarborough, die kleine Hauptstadt von Tobago, liegt an der Südküste. Viel los ist dort gerade nicht. Da sich aber auch auf einer kleinen Insel die wichtigsten Schaltzentren in der Hauptstadt befinden, wird sie immer gut besucht. Fast schon kommt etwas Hektik auf, das wäre dann die einzige Stelle auf der ganzen Insel.

Tobago Marktfrau
Marktstand in der Hauptstadt

Der alte Kern rings um den Hafen strahlt einen ureigenen Charme aus. Dort gibt es Tickets für die nächtliche Fähre nach Trinidad, ein paar Shops mit allem Möglichen und eine Handvoll Büros. Gegenüber versammeln sich Kneipen, kleine und große Geschäfte, ein paar Banken und der chinesische Supermarkt. Reggae dröhnt aus einem Hinterhof, ein Inder preist Schulhefte zum Verkauf an, Geschäftsleute schreiten wichtig und „well dressed“ schwitzend neben zerlumpten Fischern. Es ist ein buntes Gemisch, nicht ohne Hektik, Lärm und hupende Autos. Jeder kennt mal wieder jeden, und jedermann wird lautstark begrüßt.

Tobago Steg
Von hier kommen die Fische

Der schmale Fußweg wird versperrt, zwei alte Männer schütteln sich ausdauernd die Hände, umarmen sich schulterklopfend. Die Fußgänger umschiffen das Hindernis, turnen vom Fußweg auf die einen halben Meter tiefer liegende Straße und dann wieder hoch. Jetzt kommt die dicke Marktfrau mit dem Riesenkorb. Alles rückt etwas zur Seite, sie schiebt sich vorbei. Nun schreitet ein Polizist heran, wie von Zauberhand ist der Weg frei. Der Zeitungsmann schreit die Schlagzeilen des Trinidad Guardian heraus, Reggae verschluckt eine wichtige Ankündigung des Staatschefs.

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