Einen regelrechten Katzensprung von Gyantse entfernt liegt Shigatse, die zweitwichtigste Stadt Tibets, denn das örtliche Tashilhunpo Kloster ist der Sitz des Panchen Lamas, der in der klerikalischen Hierarchie gleich hinter dem Dalai Lama rangiert. 1447 wurde das riesige Kloster erbaut und auch heute noch beherbergt es Gold und Juwelen von immensem Wert. Es ist zu besichtigen und der Auftakt für eine ganze Reihe von Klosterbesuchen am Weg nach Nepal. Winzige namenlose stehen ebenso entlang der Straße, wie große bedeutende – beispielsweise das festungsähnliche Sakya aus dem 11. Jahrhundert oder das malerische Rongbuk inmitten hoher Berge. Neben diesen Sehenswürdigkeiten aus Menschenhand schöpft aber auch die Natur aus dem Vollen und präsentiert sich von ihrer schönsten Seite. In der klaren Luft auf rund 4000 Metern Höhe strahlen die Farben von geradezu expressionistischer Vitalität. Das Gelb der Felder, das Grün der Wiesen, das Blau des Himmels, das Weiß der Berggipfel im Hintergrund.

Die denn auch Tibet Einhalt gebieten – das Land wird im Süden vom höchsten Gebirge der Welt, von der Bergkette des Himalaya im Zaum gehalten. Die mächtigen Gipfel der 8000er, allen voran der Chomolungma, oder Mount Everest, beschließen dieses grandiose Land am Dach der Welt.
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