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Elefanten zwischen Strand und Savanne

Das Gros der Landausflüge folgt jedoch dem Ruf der Wildnis. Die erste Begegnung mit der faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt Südafrikas bietet das Botlierskop-Wildreservat. In der Walker Bay nähern sich Robben neugierig den Kajaks der Ausflügler. Ein Netzwerk von 70 Kilometer Offroad-Pisten durchzieht den Greater Addo Elephant National Park, der im Jahr 2000 um einen Küstenstreifen erweitert wurde. 350 Elefanten ziehen hier zwischen Strand und Savanne umher – und damit fünf Mal mehr als im berühmten Krüger National Park. Ebenfalls im Gebiet lebt die weltgrößte Kolonie von Brillenpinguinen.

Südafrika Küste Elefanten
Elefanten: das Objekt der touristischen Begierde

Während die abendliche Sonne rot glühend über dem südafrikanischen Busch versinkt, geht es im offenen Geländewagen durch das private Phinda Wildreservat, dessen Name auf Zulu „Die Rückkehr“ bedeutet. Das 15.000 Hektar große Schutzgebiet mit sieben Biotopen im Herzen von KwaZulu-Natal ist das Flaggschiff des Artenschutzprogramms der Conservation Corporation Africa – und die Heimat der „Big Five“: Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn. Flusspferde, Zebras, Giraffen und Antilopen laufen im Tala-Wildreservat vor die Kamera; in Hluhluwe-Umfolozi Game Reserve, einem der ältesten Naturreservate Südafrikas, lassen sich mit etwas Glück die vom Aussterben bedrohten weißen und schwarzen Nashörner erspähen – beim Morning Walk.

Südafrika Küste Nashorn
Ein Nashorn als Zugabe für den Fotografen

Die Sonne steigt als glühender Feuerball auf. Noch etwas müde lauscht die Gruppe den Erläuterungen des Guides: „Sie müssen nicht auf den Busch gucken, sondern durch den Busch“. Nach einer halben Stunde Fahrt führt er auf verschlungenen Pfaden zu Giraffen, die ihr erstes Frühstück einnehmen und zeigt übergroße Spinnen, deren Netze im Sonnenlicht gleißen. Dann drängt er die Gruppe plötzlich hinter einen Busch: An einem kleinen Wasserloch stehen tatsächlich zwei Nashörner.

Abends, doch immer noch viel zu früh, geht es zurück an Bord. Pünktlich zur Sailing Time hievt die Crew der „Bremen“ das Fallreep hoch und lichtet Anker. Doch da sitzen die Passagiere längst schon wieder im Club und tauschen ihre Erlebnisse aus: ein Löwe, hautnah. Die Giraffe fraß direkt über uns. Die Elefanten liefen hinter dem Jeep her. Sind Sie aber braun geworden! Die Herren vergleichen auf den Displays ihre digitalen Schnappschüsse, die Damen tauschen Adressen aus. Nach elf Tagen an Bord fällt der Abschied schwer, doch viele werden sich wieder sehen. Zurück an Land, blättern sie bereits wieder in den Katalogen, sehnsüchtig nach neuen Seh-Erlebnissen auf See.



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