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Kohle statt Krokodile

Am nächsten Morgen stehen zwei Angler in der Brandung der Mossel Bay. 1488 betrat Bartholomeus Diaz als erster Europäer den weit geschwungenen Sandstrand. Die hier lebenden Hottentotten empfingen ihn nicht gerade freundlich – Diaz durfte kein Frischwasser aufnehmen und musste ohne neue Vorräte weitersegeln. Weitaus erfolgreicher war Vasco da Gama, der im November 1497 eintraf, und den westlichsten Ort an der Garden Route zum Versorgungshafen seiner Schiffe machte. Einer seiner Seeleute, Pedro de Ataide, begründete im Jahr 1500 Südafrikas erste Poststelle – den Old Post Office Tree. Während der Bus bereits hupt, legen einige Gäste noch rasch ihre Ansichtskarten in den Stiefel, der in einem uralten Milkwood Tree baumelt.

Südafrika Küste Felsufer
Unberührte Ufer gibt es nicht mehr überall

Dass Südafrika zu den an Bodenschätzen reichsten Ländern gehört, zeigt sich in Richards Bay, Wo noch vor wenigen Jahren Flusspferde und Krokodile zwischen vereinzelten Fischerbooten badeten, verlädt heute der größte Kohlehafen der Welt den Rohstoff, den bis zu drei Kilometer lange „Block Trains“ aus den Tagebauen hierher transportieren. Durch rollende Hügel und weite Graslandschaften geht es nach Kwabhekithunga. Im Kraal poliert eine junge Frau mit Kuhdung den Boden ihres bienenstockförmigen Hauses; ihre Nachbarin braut aus Weizen und Mais das traditionelle Zulu-Bier. Neugierig kommen die Kinder, lachen über die helle Haut der Besucher. 20 Stämme gehören zur „Rainbow Nation“ Südafrika. Einblicke in das Erbe der Apartheid bilden die Townships von Port Elizabeth, schwarze und weiße Wohngebiete, die koloniale Oberschicht – Buren und Briten – hat im Durbaner Stadtteil Berea prachtvolle Villen erbaut.



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