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Musik aus Südafrika

Ladysmith Black Mambazo: “Live”
DVD: Heads Up HUDV 7149 / inakustik
http://www.mambazo.com

1987 wirkte dieser Männergesangverein auf Paul Simon’s Album „Graceland“ mit. Seitdem touren sie als Vokal-Virtuosen durch die Welt und werben für den Erhalt ihrer Zulu-Kultur und gleichzeitig für den kulturellen Reichtum der südafrikanischen Regenbogen-Nation. So nebenbei haben diese Herren zahlreiche Nachahmer dazu bewegt, sich ebenfalls in A-cappella-Ensembles musikalisch zu verwirklichen. Aber die neun Solisten, die als Ladysmith Black Mambazo firmieren, bieten mehr als nur nachahmenswerte Stimmband- und Zungen-Akrobatik. In dem hier vorliegenden Video-Mitschnitt eines Live-Konzertes setzen sie auch tänzerische Akzente und machen damit die Entstehungsgeschichte jedes einzelnen Tones sichtbar. Diese DVD ist ein Genussmittel für Jazz- und Pop-Fans, für Weltmusik- und Folklore-Freunde ist sie sogar Pflichtlektüre. wd@saw

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Verschiedene Interpreten: „Women With A Voice Chapter 2“
Skip Records 9078 / Soulfood
www.skiprecords.com

 

Mit seinem Sampler “South Africa Presents: Women With A Voice” (SKP 9066) bewies das Hamburger Label Skip Records den Pop- und Jazz-Fans, dass Miriam Makeba nicht die einzige international bedeutende Sängerin am Kap der guten Hoffnung ist. Ihre zweite Werkschau zu diesem Thema stellten Wolfgang König und Label-Chef Bernd Skibbe überwiegend zusammen aus südafrikanischem Hitparaden-Repertoire der letzten 20 Jahre. Den meisten der verwendeten 15 Songs sind – trotz aller Dancefloor-Tauglichkeit - ihre folkloristischen Wurzeln anzuhören. Vor allem der für Südafrika typische Gospel-Chorgesang klingt immer wieder einschmeichelnd durch. wd@saw

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Verschiedene Interpreten: “African Dreamland“
CD: Putumayo Kids - Exil 277 / Indigo
www.exil.de

 

Diese CD ist zum Einschlafen – und genau das ist die gewünschte Wirkung. Der Zulu-Männergesangverein Ladysmith Black Mabazo sowie andere Solo- und Chor-Stimmen aus Afrika singen Wiegenlieder. Neben intimen A-Cappella-Gesängen schmeicheln sich Saiten-Instrumente und sanft angeschlagene Trommeln dem Ruhebedürftigen ein. Die Booklet-Texte - neben Englisch, Spanisch und Französisch auch in Deutsch - erzählen Kindern wie auch Erwachsenen gleichermaßen informativ die Entstehungsgeschichten dieser Gutenacht-Gesänge. Und jeder dieser elf Tracks hält bereits für sich allein jenes Versprechen, das auf dem CD-Cover zu lesen ist: „Bezaubernde, beruhigende Lieder für Entspannung und süße Träume“. wd@saw

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Verschiedene Interpreten: “In The Name Of Love – Africa Celebrates U2”
Wrasse Records 216 / harmonia mundi
www.wrasserecords.com

Pop-Musik kehrt dahin zurück, wo sie herkommt. SängerInnen aus dem Süden und Westen des afrikanischen Kontinents interpretieren – überwiegend in ihren eigenen Sprachen – zwölf Songs des nordirischen Friedens-Aktivisten Bono und seiner Combo U2. Die Personal-Liste reicht von der – zunehmend als die weibliche Stimme Afrikas respektierten - Angelique Kidjo bis hin zum 30-köpfigen Soweto Gospel Choir. Elektrische Blues-Gitarren stehen hier neben oftmals nur regional bekannten Instrumenten. Der gleichzeitige Gebrauch von Techno-Rhythmen und handbetriebenen Trommeln klingt hier nicht wie ein Widerspruch, sondern erzeugt angenehme Reibungshitze. So nebenbei kommt die CD einer heute gebräuchlichen Feldforschungs-Methode entgegen: Musik-Ethnologen dokumentieren mit ihren Aufnahme-Geräten nicht nur jene musikalischen Werke, die in der jeweiligen Region entstanden sind; sondern sie lassen die Musiker mit deren Möglichkeiten allgemein bekannte Schlager interpretieren. Sie nennen diese Methode „Kontext-Forschung statt Text-Forschung“. Wer es mag, darf in dem hier verwendeten U2-Kontext aber auch ganz einfach nur träumen oder tanzen. wd@saw

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