
Auf der Suche nach der inneren Ruhe
Stilvolles Übernachten in den Klöstern Mallorcas
Text und Fotos: Dominik Ruisinger
Es ist längst kein Geheimnis mehr: Mallorca ist nicht bloß Palma, Strand und „Ballermann“. Immer wieder reden Eingeweihte und Liebhaber vom anderen, traditionellen Gesicht der Insel. Aber haben Sie schon einmal von den sieben Klöstern gehört, in denen sich preiswert und in wundervoller Stille übernachten lässt?

Das weithin sichtbare Kloster Sant Salvador
Es ist kurz nach Sonnenaufgang. Von der Dachterrasse des Klosters Bonany bietet sich ein weiter Blick auf das in Nebelschleier getauchte Tal. Nur die Gebirgsspitzen der Sierra de Tramuntana im Westen und der Sierra de Llevant im Osten stechen aus dem morgendlich weißen Kleid hervor. Zwischen aufgereihten Zypressen und raschelnden Zwergpalmen schleicht eine schwarze Katze die Treppen zur kleinen Kapelle empor, so vorsichtig, als wolle sie die Stille nicht stören. Erst allmählich lassen die Sonnenstrahlen die weite Landschaft sichtbar werden - mit den Ferienorten Alcúdia und Pollença am nördlichen Horizont und dem kleinen Städtchen Petra zu Füßen.
In Sonnenuntergängen baden
Bonany gilt vielen als schönste Wallfahrtskirche Mallorcas. Pilger zieht es jedes Jahr zum Berg des 'Guten Jahres', um der Madonna zu danken, die im Jahre 1600 bei einer Dürre das Flehen der Bürger erhöhte und Regen schickte.

Wallfahrtskirche des Klosters Bonany
Auch Ausflügler kommen, allein des Ausblicks wegen, um an Steintischen im Schatten der Aleppokiefern zu picknicken - oder gleich zu übernachten. Denn Bonany gehört zu den sieben Klöstern Mallorcas, die Besuchern schlichte, aber schöne Unterkünfte anbieten.
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