
Zurück zur Stille
Text und Fotos: Doris Burchard
Mallorca übt
besonders im Herbst eine starke Faszination aus. Es
beginnt die Zeit der Ruhe, der Besinnung, nach dem all dem
Trubel des Sommers. Doris Burchard schildert diese Metamorphose.
Der heißeste Sommer Mallorcas seit dreißig Jahren hat ein Ende. Der erste Regen ist endlich gefallen und die Luft ist gereinigt. Nach der oftmals unglaublichen Hitze kann man wieder durchatmen, die persianas (Fensterläden) aufstoßen und den kühlen Luftzug die aufgeheizten Räume durchwehen lassen. Die großen Ferien der Spanier und der Deutschen sind lange vorüber, die Strände sind leerer, das Meer aber noch warm und die Außentemperaturen angenehm. Für die Einheimischen beginnt jetzt eine Zeit der Ruhe, der Besinnung. Was aber nicht bedeutet, dass nicht auch der Fremde davon profitiert. Denn jetzt lohnt es sich, ein Mallorca jenseits der Strände zu entdecken.

Die Jagd ist offen!
Bum, bum! Flintenknallen zerreißt die Stille abrupt. Wer im Herbst über Land fährt, muss sich an den Schreck darob gewöhnen, denn die Jagd ist eine der größten Leidenschaften der Mallorquiner. Viel gibt es allerdings nicht zu erlegen auf der Insel, ein paar Kaninchen, Hasen, Rebhühner, Wachteln und einige wilde Tauben und Ziegen. Die Anzahl der tierischen Opfer ist zudem streng reglementiert, damit den Jägern auch im nächsten Jahr noch etwas vor die Flinte laufen kann.
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