
Tea-Time auf Teneriffa
Text: Doris Burchard
Fotos: Doris Burchard und Dirk Renckhoff
Früher
wurde Teneriffa als die Insel der Seligen bezeichnet, vor zweihundert
Jahren, als Alexander von Humboldt auf dem Weg nach Südamerika
hier Halt machte. Einige
Golf-Fans würden das sicherlich auch heute noch unterschreiben.
Insel des ewigen Frühlings lautet ein weiterer Name für
die größte kanarische Insel, nur 300 km von Afrika entfernt.
Die ganzjährig günstigen klimatischen Bedingungen helfen
wintermüden Europäern über die unendlich lang scheinenden
Monate der wetterbedingten Golfabstinenz hinweg. Doris Burchard
ist ganz dieser Meinung.

Basilika in Candelaria, Foto: © Dirk Renckhoff
"Yeah", sagt John und schultert seinen Bag, "Tenerife is the place for golfers". Engländer waren vor über 100 Jahren die ersten Touristen auf der Insel. "Genau", stimmt ihm Mitspieler Heinz zu, "Teneriffa ist ein Dorado für Golfer". Die Deutschen folgten später, dafür umso zahlreicher. Im letzten Jahr zählte man über 670.000 von insgesamt vier Millionen Touristen.

Golfplätze sprießen aus dem Boden wie Wüstenblumen nach dem Monsunregen
Seit ein paar Jahren sprießen Plätze und Platzprojekte aus dem Boden wie Wüstenblumen nach dem Monsunregen. Vier Kurse im Süden, einer im Norden sind bespielbar. Das einzige bereits in Arbeit befindliche Golfprojekt, Isla Baja, in Buenavista liegt im Norden der Insel. Der Spanier Steve Ballesteros legt hier Hand an. Auch für Los Realejos, dicht bei Puerto de la Cruz, soll eine Genehmigung vorliegen. Drei weitere Plätze schweben im mehr oder minder fortgeschrittenen Stadium der Planung, wie bei La Caleta, Los Gigantes und Punta de Abona im Süden. Teneriffa, so scheint es, ist golferisch für das nächste Jahrtausend bestens gerüstet.
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