DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Antigua Fábrica de Tabacos (Tabakfabrik)

Zwischen den Straßen San Fernando und La Frontera erstreckt sich der mächtige Bau der ehemaligen Tabakfabrik, im 18. Jh. nach Plänen von Sebastian van der Borcht errichtet. Mit 250 mal 180 Metern war das Gebäude der zweitgrößte Bau Spaniens nach dem Escorial. Wo heute die Universität untergebracht ist, gingen einst tausende von Zigarettendreherinnen ihrer Arbeit nach, und das bis ins Jahr 1954. Unter den Arbeiterinnen soll auch jene Carmen gewesen sein, die von Merimeé und Bizet zu neuem Leben erweckt wurde. Die Arbeitsbedingungen waren hart, strenge Kontrollen sollten verhindern, daß Tabak nach außen geschmuggelt wurde. Sogar ein eigenes Gefängnis unterhielt die Fabrik. Im Inneren des Baus befinden sich mehrere kleine Höfe, in einer kleinen freistehenden Kapelle ist das Holzkruzifix von Juan des Mesa aus dem 17. Jh. von Interesse. Der Komplex ist während des Universitätsbetriebs zugänglich.

Südlich davon an der Straße La Frontera schließen sich zwei sehenswerte Gebäude der Ibero-Amerikanischen Ausstellung an: das Kasino der Ausstellung und das Teatro Lope de Vega.

 

 

Twitter
RSS