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Sehenswürdigkeiten in Ronda

Andalusien: Ronda

Banos árabes
Unweit der beiden aus maurischer Zeit stammenden Brücken, der Puente Romano und der Puente arabe (auch Puente Viejo), liegt eine der besterhaltenen maurischen Badeanlagen des Landes. Die drei Räume der aus dem 13./14. Jh. stammenden Anlage erhalten Licht durch charakteristische Öffnungen im Dach. Der größte Raum ist durch Säulen in drei Schiffe geteilt. Das Wasser holte man sich mittels eines Schöpfrades aus dem Fluss.

Casa del Gigante
Das "Haus des Riesen" hinter der Kirche Santa Maria La Mayor, so genannt nach einem Steinrelief am Gebäude, stammt aus der 1. Hälfte des 14. Jhs. und ist mit seinem netten Innenhof das sehenswerteste Haus aus jener Zeit.

Casa del Rey Moro
Das „Haus des Maurenkönigs“ stammt aus dem 18. Jh., es wurde vermutlich an der Stelle eines maurischen Palastes errichtet. Von besonderem Interesse sind seine hängenden Gärten über dem Abgrund mit Blick auf den Fluss. Von hier aus führen steile Treppen hinunter zum Río Guadalevín, der Legende nach mussten unter den Mauren einst christliche Sklaven die über 300 Stufen zum Fluss hinabsteigen um Wasser zu holen.

Hotel Reina Victoria
Noch heute zeigt man hier stolz das Zimmer Nr. 208, das Rainer Maria Rilke von 1912 bis 1913 bewohnte und wo er auch einen Teil seines Werkes verfasste (Calle Jerez 25).

Museo de Bandolero
In der calle Arminán 65 wird an die Zeit Rondas erinnert, als Banditen die Gegend verunsicherten. Diese zum Teil von der Bevölkerung unterstützten bandoleros beraubten die Reichen und gaben einen Teil der Beute an die Armen ab.

Palacio de Mondragón
Der Palast, in dem einst maurische Herrscher lebten und zeitweise auch die katholischen Könige abstiegen, zeigt sich in seiner heutigen Gestalt als mudejarer Renaissancepalast des 16. Jhs. Der Palast vefügt über mehrere Höfe und einen Garten mit schönem Blick auf die direkt unterhalb gelegene Schlucht. Heute birgt das Gebäude ein sehenswertes kleines Museum mit prähistorischen Funden und Nachbildungen.

Ein paar Schritte weiter kann man an der Plaza María Auxiliadora von einer Aussichtsterasse einen herrlichen Blick über die Schlucht genießen.

Palacio del Marqués de Salvatiera
Der in der gleichnamigen Straße gelegene Palast aus dem 18. Jh. besitzt über seinem barocken Portal einen bemerkenswerten Fassadenschmuck: Vier nackte indianische Figuren erinnern an die engen Beziehungen, welche die adligen Besitzer zu Lateinamerika unterhielten.

Plaza de Toros
300 Meter hinter der Puente Nuevo liegt eine der berühmtesten Stierkampfarenen Spaniens. 1785 fertig gestellt, zählt sie auch zu den ältesten des Landes. Die Arena hat einen Durchmesser von 66 Metern. Auf den Rängen, die als zweigeschossige Arkaden mit toskanischen Säulen gestaltet sind, können 5000 Besucher die Corrida verfolgen. Hier kämpfte auch Pedro Romero (1754 - 1839), der berühmteste Sohn der Stadt. Tausende von Stieren soll er hier getötet haben, sogar Goya stellte ihn und seine "Kunst" in mehreren Bildern dar. Sein Großvater, Francisco Romero, soll 1720 der erste gewesen sein, der einem Stier zu Fuß gegenüber trat. Im angeschlossenen Stierkampfmuseum kann man sich von der langen Tradition des Stierkampf in Rona überzeugen und alle möglichen Utensilien - Degen, Kostüme, Fotos - bewundern.

Puente Nuevo
Seit dem Ende des 18. Jhs. überspannt diese spektakuläre Brücke als dritte Verbindung die Schlucht, sie ist es, die die Postkartenmotive beherrscht. Der Raum über dem mittleren Bogen diente einst als Gefängnis. Die Brücke mündet in die Plaza de Espana, touristisches Zentrum der Stadt mit Cafés und Souvenirs aller Art.

Puerta de Almocábar
Zwei Rundtürme flankieren dieses Tor aus dem 13. Jh., über das man die Stadt einst nach Süden hin verließ. Gleich daneben die vom kaiserlichen Wappen verzierte kleinere Puerta de Carlos I., die erst Mitte des 16. Jhs. erbaut wurde.

Santa María La Mayor
An der netten Plaza Duquesa de Parcent gelegen, wo einst Turniere und Wettkkämpfe Andalusien: Ronda, Santa Maria la Mayorausgetragen wurden, erhebt sich diese dreischiffige Kirche aus dem ausgehenden 15. Jh. an einer Stelle, wo einst die Hauptmoschee der Stadt stand. Noch heute ist deutlich sichtbar, dass sich der im mudejaren Stil errichtete Glockenturm auf den Fundamenten eines Minaretts erhebt. Im Inneren blieb auch noch der mihrab, die Gebetsnische, erhalten. Eine Besonderheit stellt der doppelgeschössige Balkon mit Säulen an der Außenseite der Kirche dar, von dem aus Würdenträger den Wettkämpfen auf dem Platz folgen konnten. Verschwenderischer Goldschmuck ziert den Hauptaltar des Gotteshauses.

Nur wenige Schritte entfernt erstreckt sich das langgezogene Rathaus mit seinen doppelgeschossigen Arkaden.

Kloster San Francisco
Das dem Viertel seinen Namen gebende Kloster liegt im ehemaligen maurischen Viertel, die Klosterkirche verfügt über ein sehenswertes, im isabellinischen Stil gehaltenes Portal.

 

 

 

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