DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Osuna

18 000 Menschen leben heute in diesem netten Städtchen, das auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Unter den Iberern Urso genannt, erlebte Osuna zur Zeit der Römer eine erste Blütezeit. 1548 wurde eine Universität gegründet, in den folgenden Jahrhunderten ein wichtiges Zentrum von Kunst und Wissenschaft. Noch heute ist die kleine Universität mit ihrem plataresken Innenhof einen Besuch wert. Unter den Herzögen von Osuna blühte die Stadt im 16. Und 17. Jh. auf, aus dieser Zeit stammen auch die zahlreichen Paläste und palastähnlichen Häuser der Stadt. So in der Calle San Pedro der „Palacio del Cabildo“ und der „Palacio de los Marqueses de Gomera“. In der Calle de la Huerta lohnt ein Blick auf den Palacio de los Cepeda.

Andalusien: Adelspalast in Osuna

Adelspalast in der Calle San Pedro

Bedeutendste Sehenswürdigkeit ist die unweit der Universität auf einem Hügel gelegene dreischiffige Stiftskirche „Santa María de la Asunción“ aus dem 16. Jh. Stolz der Kirche sind mehrere Bilder von José de Ribera, darunter ein eindrucksvolles Bild der Kreuzigung Jesu. Unterhalb des Altars befindet sich die Grabkapelle der Herzöge von Osuna, ein dreischiffige Kathedrale im Kleinformat. Musikfreunde erwartet in einer Ecke der Kirche eine kleine Rarität, eine per Blasbalg betriebene Orgel aus dem 16. Jh., die heute noch gespielt werden kann – allerdings mit Strom.

Andalusien: Stiftskirche Santa Maria in Osuna

Die Stiftskirche Santa María

Wenige Meter von der Kirche entfernt der Convento de la Encarnación, Mitte des 16. Jh. als Hospital gegründet, mittlerweile als Nonnenkloster genutzt. Sehenswert der zweigeschossige Kreuzgang mit Azulejo-Verkleidungen aus dem 18. Jh. in den für jenes Jahrhundert typischen Farben Blau und Braun. Ein kleines religiöses Museum ist angeschlossen. Nicht vergessen sollte man am Schluß, einige leckere Süßigkeiten von den Nonnen zu kaufen, von ihnen selbst aus Limonen, Wein und Mandeln hergestellt.

Ein bescheidenes Archäologisches Museum an der Plaz de la Duquesa birgt einige Funde aus iberischer und römischer Zeit.

 

 

Twitter
RSS